Von »Hogescholen« ist abzuraten.

29. Jul. 2010 von Martin Gertler

Na­tür­lich ist ein Aus­lands­stu­dium in den Nie­der­landen eine tolle Er­fah­rung. Aber was nützt es, wenn man dort im Ver­gleich zu »da­heim« im Grunde we­niger lernt?

Um es gleich zu sagen: »Ho­ge­school« ist nicht gleich­be­deu­tend mit dem deut­schen Wort »Hoch­schule«, schon gar nicht mit »Uni­ver­sity«. Da­hinter steckt viel­mehr ein nicht-akademisches Bil­dungs­mo­dell, das es in Deutsch­land in frü­heren Zeiten als »Tech­nikum« bzw. »Po­ly­tech­nikum« gab.

So sieht man es auch in den Nie­der­landen selbst: »Eine nie­der­län­di­sche oder flä­mi­sche Ho­ge­school ist mehr oder we­niger eine Ein­rich­tung, die mit dem zu ver­glei­chen ist, was in UK, Ir­land und den USA Col­lege ge­nannt wird.« (»Een Ne­der­landse of Vlaamse Ho­ge­school is min of meer een in­stel­ling die te ver­ge­li­jken is met wat een col­lege ge­noemd wordt in het Vere­nigd Ko­nin­krijk, Ier­land en de Vere­nigde Staten.«)

Er­kenn­bare Zweifel der deut­schen Kultusminister.

Auch die deut­sche Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) hat in­zwi­schen fest­ge­stellt, dass bei einer nie­der­län­di­schen Ho­ge­school ein »hin­rei­chender wis­sen­schaft­li­cher Cha­rakter der Aus­bil­dung frag­lich oder er­kennbar nicht vor­handen« sein kann.

Das be­deutet, dass ein Ab­sol­vent wo­mög­lich zu einem auf­bau­enden Stu­dium in Deutsch­land mit einem sol­chen Ab­schluss nicht zu­ge­lassen wird.

Diese Ein­schrän­kung der grund­sätz­li­chen An­er­ken­nung nimmt die KMK vor, ob­gleich die Lis­sabon Kon­ven­tion alle teil­neh­menden Staaten zur ge­gen­sei­tigen An­er­ken­nung und au­to­ma­ti­schen Gleich­stel­lung er­langter Qua­li­fi­ka­tionen und Ab­schlüsse ver­pflichtet. Of­fenbar gibt es also hin­rei­chende Gründe, sich mit der These zu be­fassen, von »Ho­ge­scholen« sei abzuraten.

Bei­spiel: Media Ma­nage­ment studieren.

Wer sich als Me­di­en­ökonom qua­li­fi­zieren will, braucht einen hoch­ste­henden Hoch­schul­ab­schluss und eine nam­hafte Hoch­schule, die in dem Land bran­chen­be­kannt ist, wo er später ar­beiten will.

»Ho­ge­scholen« sind in den Nie­der­landen Ein­rich­tungen der »hö­heren Be­rufs­aus­bil­dung« – Fach­hoch­schulen in Deutsch­land hin­gegen haben in­zwi­schen den Uni­ver­si­täten gleich­wer­tiges wis­sen­schaft­li­ches Ni­veau in der Lehre und ar­beiten zu­gleich kon­se­quent be­rufs­vor­be­rei­tend. Und: deut­sche Fach­hoch­schulen sind den Uni­ver­si­täten in Ab­schlüssen und Pro­fes­suren gleich­ge­stellt, auch das ist bei den nie­der­län­di­schen Ho­ge­scholen nicht der Fall.

Ma­chen wir es einmal kon­kret: »Media and En­ter­tain­ment Ma­nage­ment« an der Stenden ho­ge­school im frie­si­schen Lee­uwarden stu­dieren, »In­ter­na­tional Media and En­ter­tain­ment Ma­nage­ment« an der NHTV in Breda - oder »Media Ma­nage­ment« an der Rhei­ni­schen Fach­hoch­schule in Köln (RFH)...? Alle drei sind pri­vate Bil­dungs­ein­rich­tungen. Vierter Ver­gleichs­punkt: Stu­dium der »Me­di­en­wirt­schaft« an der staat­lich ge­tra­genen Hoch­schule der Me­dien in Stuttgart.

Eingangsbereich einer Hogeschool mit Lernprogramm "Trashcan".

Ein­gangs­be­reich einer Ho­ge­school mit Lern­ziel »Trashcan«.

1. Kosten.

Die Re­gel­stu­di­en­zeit in Lee­uwarden und Breda: 4 Jahre (das 4. Jahr läuft ohne Lehr­ver­an­stal­tungen, nur Prak­tika und Ab­schluss­ar­beit sind dann vorgesehen).

Re­gel­stu­di­en­zeit in Köln und in Stutt­gart: 3 Jahre.

Stu­di­en­ge­bühren in den Nie­der­landen: pro Jahr 1.672 Euro = 6.688 Euro plus alle Kosten, die durch hö­here Mieten und Reisen und Ver­si­che­rungen entstehen.

Stu­di­en­ge­bühren an der RFH: in 3 Jahren ins­ge­samt 15.120 Euro. Stu­di­en­ge­bühren an der HdM: in 3 Jahren ins­ge­samt 3.700 Euro, inkl. Ver­wal­tungs­kosten und Studentenwerk.

Das eine Stu­di­en­jahr mehr in Hol­land be­deutet al­ler­dings auch ein Jahr Be­rufs­leben we­niger. Sprich: das Holland-Modell kann da­durch schnell ein Ver­lust von 30.000 Euro oder mehr werden, die man auf seine Stu­di­en­ge­bühren auf­schlagen muss.

2. Berufsfeld-Vernetzung.

Lee­uwarden hat ge­rade mal 90.000 Ein­wohner, mit Um­feld 140.000, und es gibt keine nen­nens­werte Me­di­en­branche. Dort stu­diert man also wie im Ge­wächs­haus – mit Hilfe eines hoch­schul­ei­genen Lehr­be­triebs macht man na­tür­lich pra­xis­nahe Er­fah­rungen, die sich aber auf diese kleine Er­fah­rungs­fläche beschränken.

Breda hat im­merhin gut 170.000 Ein­wohner und liegt an­dert­halb Fahr­stunden von den Me­di­en­städten der Nie­der­lande ent­fernt. Auch in Breda hat man daher für ein Inhouse-Training gesorgt.

Köln hin­gegen hat 1 Mil­lion Ein­wohner, mit Um­feld sind es 3 Mil­lionen, und Köln ist halt eine der 4 Me­di­en­haupt­städte in Deutsch­land. Stutt­gart hat 600.000 Ein­wohner und ist eine der großen Me­di­en­städte in Deutschland.

3. Qua­lität.

Ho­ge­scholen sind in den Nie­der­landen den Uni­ver­si­täten in keiner Weise eben­bürtig. Ho­ge­scholen kennen keine Pro­fes­soren. Wer dort do­ziert, hat in der Regel keinen Dok­tor­titel (an einer der ge­nannten Ein­rich­tungen sind nur ca. 1 Pro­zent der Leh­renden pro­mo­viert). Und mehr als die Hälfte hat in der Regel nicht einmal ein voll­wer­tiges fünf- oder sechs­jäh­riges Stu­dium (Mas­ter­ni­veau) ab­sol­viert, son­dern al­len­falls Bachelor-Niveau (drei bis vier Jahre hö­here Berufsschule).

Seit zwei Jahren dürfen sich die Ho­ge­scholen - wie bei uns in Deutsch­land seit vielen Jahren für die FHs üb­lich - »Uni­ver­sity of Ap­plied Sci­ences« nennen. Aber wie kann eine Ein­rich­tung ohne Pro­fes­soren und Pro­mo­vierte eine »Uni­ver­sity« sein, und wie sollte man denn Wis­sen­schaften an­wenden können, wenn die Leh­renden in der Über­zahl keine Wis­sen­schaftler sind...? Diese Ent­schei­dung der hol­län­di­schen Be­hörden ist nicht nachvollziehbar.

In Deutsch­land hin­gegen müssen qua Ge­setz über­wie­gend haupt­be­ruf­liche Pro­fes­soren (in der Regel haben sie pro­mo­viert) auch an den Fach­hoch­schulen für die Lehre ein­ge­setzt werden. Das ist ein völlig an­deres Ni­veau, das ist Hochschule.

4. Quan­tität.

Media Ma­nage­ment ist ja ein dop­pelt qua­li­fi­zie­rendes Fach­ge­biet, denn man stu­diert Öko­nomie (Ma­nage­ment) plus die Spe­zi­fika der Me­dien und ihrer Märkte. Ein »Stu­dium light« ist das nicht – wenn man es in Deutsch­land, ins­be­son­dere an der RFH, stu­diert, dem mit mehr als tau­send Stu­die­renden größten Stu­di­en­gang seines Fachs in diesem Land.

Nun sollten ein paar Zahlen ver­gli­chen werden, um zu ver­stehen, was wirk­lich passiert.

Keinerlei fachliche Detailinformationen: "Stenden university".

Kei­nerlei fach­liche De­tail­in­for­ma­tionen: »Stenden university«.

Die Ho­ge­scholen in den Nie­der­landen bieten ihren Stu­dies zwi­schen 10 und 14 Lehr­ver­an­stal­tungs­stunden (LVS) pro Stu­di­en­woche an. Dies mit­teln wir der Ein­fach­heit halber auf 12 LVS. Am Bei­spiel des Jah­res­ka­len­ders jener Stenden ho­ge­school lässt sich nach­voll­ziehen, wie viele Kon­takt­stunden mit Do­zenten im Jahr über­haupt an­stehen. Stenden kennt 4 »Mo­dule« (Mo­dul­pe­rioden wäre der rich­ti­gere Name, denn Modul ist die in­ter­na­tio­nale Be­zeich­nung für eine in­halt­liche Leh­rein­heit, nicht für eine Zeitstrecke) mit Kon­takt­zeiten im Jahr; die 5. Pe­riode liegt in den Som­mer­fe­rien der Do­zenten. Jede Pe­riode hat 7 Wo­chen Schul­zeit (»Modulwochen«).

Also gibt es dort pro Jahr 4 * 7 = 28 Wo­chen à 12 Kon­takt­stunden; und das 3 Jahre lang – denn im 4. Jahr gibt es nur Raum für ein Prak­tikum »ir­gendwo« und das Ver­fassen der Ab­schluss­ar­beit. 28 Wo­chen x 12 Kon­takt­stunden x 3 Jahre = 1.008 Kon­takt­stunden. Die Be­glei­tung von Prak­tikum / Ab­schluss­ar­beit ist in­di­vi­duell und nicht festgelegt.

NHTV: Nur ungefähre Angaben zu Modulzielen, keine Details, keine Zahlen.

NHTV: Nur un­ge­fähre An­gaben zu Mo­dul­zielen, keine De­tails, keine Zahlen.

Die NHTV zeigt sich zwar enorm far­ben­prächtig, gibt aber so­wohl in der Web­site als auch in der down­load­baren Bro­schüre noch we­niger In­for­ma­tionen preis. Hier dürften die Zahlen der Kon­takt­zeiten ähn­lich liegen wie in Friesland.

Genaue Übersicht der Module und Teilmodule bei der RFH Köln.

Ge­naue Über­sicht der Mo­dule und Teil­mo­dule bei der RFH Köln.

An der RFH in Köln stehen pro Se­mes­ter­woche hin­gegen im Schnitt 20 Lehr­ver­an­stal­tungs­stunden (LVS) auf dem Pro­gramm, und das Se­mester hat 16 Wo­chen »Vor­le­sungs­zeit«, wie man das in Deutsch­land nennt. Der ge­naue Ver­laufs­plan des Stu­diums (so etwas gibt es in Hol­land nicht) sieht 120 Se­mes­ter­wo­chen­stunden vor. So kann man’s nach­rechnen: 120 LVS * 16 Wo­chen (pro Se­mester) = 1.920 Kon­takt­stunden. Es kommen auch hier die Stunden der Be­treuung bei der Ab­schluss­ar­beit hinzu.

HdM: Ge­naue An­gaben zu Qua­li­fi­ka­ti­ons­zielen und In­halten sowie Vor­le­sungen und Credit Points pro Lehrveranstaltung.

An der HdM in Stutt­gart stehen pro Se­mes­ter­woche im Schnitt eben­falls 20 Lehr­ver­an­stal­tungs­stunden (LVS) auf dem Pro­gramm, und das Se­mester hat dort 15 Wo­chen »Vor­le­sungs­zeit«. 120 LVS * 15 Wo­chen (pro Se­mester) = 1.800 Kon­takt­stunden, plus die Stunden der Be­treuung bei Pra­xis­phase und Abschlussarbeit.

Sprich: im ganzen Stu­dium be­kommt man an einer Ho­ge­school le­dig­lich 1.008 Kon­takt­stunden, an einer Fach­hoch­schule in Deutsch­land 1.800 bis 1.920 Kon­takt­stunden - an FHs mit Tri­mes­tern liegt die Zahl sogar über 2.000 Stunden. In Deutsch­land er­wartet einen also fast das Dop­pelte oder sogar mehr an Kon­takt­zeit, und das auch noch mit über­wie­gend Pro­mo­vierten und Professoren.

5. Ab­schluss.

Bei den nie­der­län­di­schen Ho­ge­scholen ver­hält sich das so: als »HBO«-Einrichtungen (»Hoger Beroeps On­der­wijs« = Hö­here Be­rufs­schule) können sie keine den Uni­ver­si­täten gleich­wer­tigen Ab­schlüsse anbieten.

Man be­kommt darum in Fries­land nur einen »Ba­chelor of Media and En­ter­tain­ment Ma­nage­ment«, und der lässt kein naht­loses Wei­ter­stu­dium an einer Uni­ver­sität zu. Ähn­li­ches gilt für den »Ba­chelor of In­ter­na­tional Media and En­ter­tain­ment Ma­nage­ment« in Breda.

Die in­ter­na­tional üb­li­chen Ab­schluss­be­zeich­nungen »Ba­chelor of Arts« und »Ba­chelor of Sci­ences« bleiben in den Nie­der­landen al­lein den Uni­ver­si­täten vor­be­halten, siehe auch hier unten bei »Er­gän­zende Quellen«, 1. Item.

Zur bes­seren in­ter­na­tio­nalen Ver­wen­dung der Ab­schlüsse, so scienceguide.nl am 22. April 2009, können die Ab­schlüsse der Ho­ge­scholen nun je nach Stu­di­enart »Ba­chelor of Ap­plied Arts« (BAA) bzw. »Ba­chelor of Ap­plied Sci­ences« (BASc) ge­nannt werden. Diese Ab­schluss­be­zeich­nungen drü­cken ge­gen­über den Uni- und FH-Abschlüssen eine Ein­schrän­kung aus und ge­hören nicht zum nach Ein­heit­lich­keit stre­benden Bologna-Konzept, sie sind an­sonsten nur in we­nigen an­gel­säch­si­schen Län­dern anzutreffen.

In Köln und Stutt­gart er­hält man hin­gegen den in­ter­na­tional voll­wer­tigen, aka­de­mi­schen Ab­schluss »Ba­chelor of Arts« in der Fach­rich­tung Media Ma­nage­ment bzw. Me­di­en­wirt­schaft. Die Bachelor- und Mas­ter­ab­schlüsse der deut­schen Fach­hoch­schulen sind denen der Uni­ver­si­täten un­ein­ge­schränkt gleich­wertig – dafür sorgt hier­zu­lande der Ge­setz­geber. Man schließt ab mit einem »Ba­chelor of Arts« bzw. einem »Master of Arts«. Vom Ba­che­l­or­ab­schluss aus kann man di­rekt auch an einer Uni­ver­sität einen Mas­ter­stu­di­en­gang be­legen, und der Mas­ter­ab­schluss der RFH bzw. der HdM be­rech­tigt ge­nauso zum Pro­mo­ti­ons­stu­dium wie der Mas­ter­ab­schluss einer Universität.

NHTV: Hin­weis auf ein Ergänzungsprogramm.

Um ihren Stu­die­renden den Weg zu einem aka­de­mi­schen Ab­schluss zu ebnen, bieten manche Ho­ge­scholen Er­gän­zungs­pro­gramme an, die von am­bi­tio­nierten Stu­die­renden be­legt werden können. Wer sich dafür ent­scheidet, packt sich wei­teren Workload im Um­fang von bis zu 60 Credit Points in sein vier­jäh­riges Stu­di­en­pro­gramm - etwas, das zwar das Manko an Wis­sen­schaft­lich­keit der Ho­ge­school auf­fangen mag, aber eine Über­be­las­tung im Workload be­deutet, die in Deutsch­land nicht zu­lässig wäre. In Deutsch­land dürfen Voll­zeit­stu­di­en­gänge pro Jahr nicht mehr als 60 CP Workload umfassen.

Klar­text.

Ab­schlüsse aus be­nach­barten EU-Ländern sind nicht immer un­seren Ab­schlüssen gleich­wertig, auch wenn die ge­gen­sei­tige An­er­ken­nung durch die Lis­sabon Kon­ven­tion er­for­der­lich wurde. Der Ba­che­l­or­ab­schluss an einer nie­der­län­di­schen Ho­ge­school ist zu­min­dest nicht als gleich­wertig und gleich­artig zu be­werten, und es ir­ri­tiert, dass trotz des er­sicht­li­chen Niveau-Unterschiedes all­überall in der Bil­dungs­branche die Ho­ge­scholen als Fach­hoch­schulen be­zeichnet werden.

An­ge­sichts der oben ge­nannten Un­ter­schiede in Qua­lität und Quan­tität der Lehre kann - bei ehr­li­cher Be­trach­tung - der Ba­che­l­or­ab­schluss an Ho­ge­scholen (wie auch der dor­tige Mas­ter­ab­schluss, dessen Qua­lität und For­schungs­basis eben­falls nicht durch leh­rende Pro­mo­vierte und Pro­fes­soren ge­währ­leistet sein muss) an­ge­sichts der strenger ge­hal­tenen deut­schen Kri­te­rien nicht als gleich­wer­tiger Hoch­schul­ab­schluss ein­ge­schätzt werden.

Selbst wenn der nächst­beste Ar­beit­geber für die Ab­sol­venten mit dem Holland-Abschluss noch keine Pro­bleme haben sollte: so­bald man in Deutsch­land oder auch in an­deren Län­dern wei­ter­stu­dieren, gar pro­mo­vieren möchte, könnte es schwierig werden.

»Stu­dium light« mit einem Irgendwas-Abschluss geht also prima an einer Ho­ge­school in den Nie­der­landen. Ein ge­die­genes wis­sen­schaft­lich fun­diertes Stu­dium gibt es hin­gegen an Fach­hoch­schulen in Deutschland.


Er­gän­zende Quellen.

1. Lan­des­be­auf­tragter NRW-Benelux.

Die Frage nach der Gleich­wer­tig­keit der Hogeschool-Abschlüsse wirft be­reits 2005 der »Sta­tus­be­richt zu den Aus­wir­kungen des Bologna-Prozesses auf den Wis­sen­schafts­raum Nie­der­lande - Nordrhein-Westfalen« von Prof. Dr. Friso Wie­lenga (Hrg.), Lan­des­be­auf­tragter NRW-Benelux, auf:

S. 9: »Bachelor- und Mas­ter­stu­di­en­gänge an Ho­ge­scholen und Uni­ver­si­täten haben nach An­gaben des nie­der­län­di­schen Wis­sen­schafts­mi­nis­te­riums eine un­ter­schied­liche Ziel­set­zung. Bachelor- und Mas­ter­ab­schlüsse an Ho­ge­scholen (HBO-Bachelor bzw. HBO-Master) sind be­rufs­ori­en­tiert, was sich auch im er­wor­benen Titel wie­der­findet, in dem das Be­rufs­feld bzw. Fach­ge­biet ohne Zu­fü­gung des An­hangs ›sci­ence‹ bzw. ›arts‹ auf­ge­führt wird. Ein wis­sen­schaft­li­cher Ab­schluss als Ba­chelor bzw. Master of ›sci­ence‹ oder ›arts‹ kann nur an Uni­ver­si­täten er­langt werden.«

An­ders in Deutsch­land, s. S. 11: »Eine Un­ter­schei­dung zwi­schen Bachelor- und Master-Abschlüssen an Fach­hoch­schulen bzw. Uni­ver­si­täten ist nicht vorgesehen.«

2. Gleich­wer­tig­keits­ab­kommen D - NL.

In § 1 (a) des Ab­kom­mens zwi­schen der Re­gie­rung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Re­gie­rung des Kö­nig­reichs der Nie­der­lande über die An­er­ken­nung von Gleich­wer­tig­keiten im Hoch­schul­be­reich vom 23. März 1983 ist de­fi­niert, dass es sich um aka­de­mi­sche Grade han­deln muss.

Es darf aber be­zwei­felt werden, dass die in den Nie­der­landen (an­ders als in Deutsch­land) be­wusst nicht den uni­ver­si­tären Ab­schlüssen gleich­ge­stellten, nicht als wis­sen­schaft­lich klas­si­fi­zierten Hogeschool-Abschlüsse aka­de­mi­sche Grade sind und dass sie gemäß diesem Ab­kommen als den Ab­schlüssen deut­scher Hoch­schulen gleich­wertig ein­zu­stufen seien.

Ab­schlüsse von Ein­rich­tungen, die ein EU-Land in seinem Ter­ri­to­rium als Be­stand­teil der ter­tiären Bil­dung zu­lässt, können zwar in­zwi­schen (in Ab­wei­chung vom Ab­kommen aus 1983) in Deutsch­land ohne Zu­satz der Her­kunft ge­führt werden. Damit ist aber nichts über eine tat­säch­liche Gleich­wer­tig­keit mit kon­kreten deut­schen Hoch­schul­formen und -ab­schlüssen ausgesagt.

3. En­zy­klo­pädie Wikipedia.

Ver­gleich­bar­keit der Berufsschulen/Hogescholen

Ho­ge­scholen be­zeichnen sich in deut­schen Texten gern als Fach­hoch­schule. Ho­ge­scholen zählen in den Nie­der­landen zwar zur ter­tiären Bil­dung, ge­hören darin aber zur Ka­te­gorie »HBO« (Hoger Beroeps On­der­wijs = Hö­here Be­rufs­schule). Die Be­zeich­nung Ho­ge­school ist somit nicht mit der deut­schen Be­zeich­nung Hoch­schule gleichzusetzen.

Da die Ho­ge­scholen keine den nie­der­län­di­schen Uni­ver­si­täten gleich­ge­stellte Ein­rich­tungen sind und daher keine Pro­fes­soren er­nennen dürfen und da sie zudem auch nur in der Regel im ein­stel­ligen Be­reich Pro­mo­vierte als Do­zenten vor­weisen können, ent­spre­chen sie nicht dem Ni­veau der Fach­hoch­schulen in den deutsch­spra­chigen Län­dern, wo je nach Lan­des­ge­setz in der Regel min­des­tens fünfzig Pro­zent der Leh­renden Pro­fes­soren und pro­mo­viert sein müssen[2].

Die Ba­che­l­or­ab­schlüsse einer Ho­ge­school (»Ba­chelor of XYZ Ma­nage­ment« / »Ba­chelor of Ap­plied Arts«) sind nicht den Ab­schlüssen der nie­der­län­di­schen Uni­ver­si­täten und nicht den Ab­schlüssen der Hoch­schulen (mit und ohne Pro­mo­ti­ons­recht) in Deutsch­land gleich­ge­stellt (Ba­chelor of Arts / Ba­chelor of Sci­ence). Die in Deutsch­land vor­ge­ge­benen Ab­schluss­be­zeich­nungen für Hoch­schulen mit und ohne Pro­mo­ti­ons­recht (Fach­hoch­schule und Uni­ver­si­täten) sind in den Nie­der­landen al­lein den Uni­ver­si­täten vorbehalten.

Bachelor-Absolventen von Ho­ge­scholen dürfen in den Nie­der­landen nicht ohne min­des­tens ein­jäh­rige wis­sen­schaft­liche Auf­hol­pro­gramme in Mas­ter­stu­di­en­gänge an Uni­ver­si­täten ein­ge­schrieben werden. Auch dies kenn­zeichnet die Ho­ge­scholen als den deut­schen (Fach)Hochschulen nicht gleichgestellt.

Die von man­chen Ho­ge­scholen ver­lie­henen As­so­ciate De­grees sind in Deutsch­land und in an­deren Län­dern Eu­ropas nicht führbar. Sie sind nicht Be­stand­teil des Bologna-Prozesses.

So­weit das deut­sche Wi­ki­pedia (Stand: 6. Juli 2010).



Up­date


Am 31. Mai 2012 hat die deut­sche Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) zwar be­schlossen, dass auch In­ha­bern von Ba­che­l­or­ab­schlüssen (240 CP) einer nie­der­län­di­schen »Ho­ge­school« sowie von den äl­teren Ab­schlüssen »Ge­tu­ig­schrift HBO« der di­rekte Hoch­schul­zu­gang in Deutsch­land er­öffnet wird.

Der Be­schluss der KMK gip­felt al­ler­dings in diesem be­mer­kens­werten Satz:

»Die Hoch­schulen und Zeug­nisa­n­er­ken­nungs­stellen können von der Er­tei­lung einer auf den Hoch­schul­ab­schluss grün­denden Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung ab­sehen, wenn im kon­kreten Fall ein hin­rei­chender wis­sen­schaft­li­cher Cha­rakter der Aus­bil­dung frag­lich oder er­kennbar nicht vor­handen ist.«

Quelle: In­for­ma­ti­ons­portal zur An­er­ken­nung aus­län­di­scher Bil­dungs­ab­schlüsse »anabin« der KMK



Viel­leicht in­ter­es­siert Sie auch:

Gleich­wer­tiger Ab­schluss erst in ei­nigen Jahren.
In den Nie­der­landen werden der­zeit die Ab­schlüsse von »Ho­ge­scholen« unter die Lupe ge­nommen - und mit ersten Än­de­rungen ver­sehen, so­fern die Qua­lität stimmt....
Des Mi­nis­ters Schachzug.
Mit Hilfe einer Ex­per­ten­runde sucht der nie­der­län­di­sche Bil­dungs­mi­nister Ro­nald Plas­terk der­zeit nach einer Al­ter­na­tive zum bis­he­rigen “bi­nären System” – der pau­schalen Un­ter­schei­dung zwi­schen Uni­ver­si­täten und be­rufs­ori­en­tierten Studieneinrichtungen....
Fach­hoch­schule wird immer mehr Uni.
Zwei rich­tungs­wei­sende Ver­öf­fent­li­chungen deuten darauf hin, dass der Un­ter­schied zwi­schen Uni­ver­sität und Fach­hoch­schule auf Dauer keinen Be­stand haben wird....



Kommentare, Studium
  • http://twitter.com/judithekoch Ju­dith Koch

    Und wenn dann noch die qua­li­fi­zierten Kräfte ent­lassen werden, ist so­wieso kein Land mehr in Sicht...

  • http://www.facebook.com/dingfan.ding Fan Ding

    By the way, Pro­fessor / Dr. Gertler, I would like to share the fol­lo­wing facts:
    1. @ MEM Stenden, Lee­uwarden, The Nether­lands, we offer 9 weeks‹ study pro­gram per mo­dule, but not 7 weeks. One se­mester in­cludes 2 mo­dules, so it should be18 weeks per se­mester and 36 weeks per year. (ex­clu­ding self-study weeks).
    2. You forgot to men­tion that each in­di­vi­dual stu­dent has a study coach at Stenden, who pro­vides sup­ports and cares to the stu­dent all years long.
    3. We work a lot with small group teaching me­thod (PBL/ CBL): there are 12 stu­dents per group guided by a tutor. An edu­ca­tion in­sti­tute is not a car ma­nu­fac­ture... I guess... 
    4. An ex­cel­lent re­se­ar­cher does not al­ways make him/her a greater teacher.  

    There are a lot more to dis­cuss, I am open to a de­bate one day. Thank you. 

  • An­ony­mous

    1. @ MEM Stenden, Lee­uwarden, The Nether­lands, we offer 9 weeks‹ study pro­gram per mo­dule, but not 7 weeks. One se­mester in­cludes 2 mo­dules, so it should be18 weeks per se­mester and 36 weeks per year. (ex­clu­ding self-study weeks).“
    ad 1.: Nur die of­fi­zi­ellen Pu­bli­ka­tionen der In­sti­tu­tionen lassen sich ve­ri­fi­zierbar ver­glei­chen. Nicht vor­stellbar ist, dass ein­zelne Aus­bil­dungs­pro­gramme (z. B. MEM) in­ner­halb einer „car ma­nu­fac­ture“ (hier: Ein­rich­tung mit 10.000 Kurs­teil­neh­mern) ab­wei­chende Sche­mata an­wenden – so etwas würden die Rah­men­be­din­gungen der Res­sour­cen­pla­nung und -ba­lance der Bil­dungs­ein­rich­tung gar nicht zulassen.

    2. You forgot to men­tion that each in­di­vi­dual stu­dent has a study coach at Stenden, who pro­vides sup­ports and cares to the stu­dent all years long.“
    ad 2.: Per­sön­liche Stu­di­en­be­gleiter für alle sind kein Merkmal von Hoch­schul­stu­di­en­gängen. Per­sön­liche Tu­to­rate werden an Hoch­schulen i. d. R. nur in be­son­deren Fällen ein­ge­setzt, so bei der Eil­te­för­de­rung oder bei ge­sund­heit­lich be­las­teten Stu­die­renden. Wer die Hoch­schul­reife be­sitzt und stu­dieren will, muss prin­zi­piell im­stande sein, sein Stu­dium selbst zu or­ga­ni­sieren und zu meis­tern – oder wird halt schei­tern.
    Die Ho­ge­scholen in­ves­tieren in Stu­di­en­be­glei­tung, weil sie es sich wegen des nie­der­län­di­schen Fi­nan­zie­rungs­sys­tems gar nicht leisten können, dass je­mand schei­tert und ohne Ab­schluss­zeugnis geht: dann muss die Bil­dungs­ein­rich­tung Zig­tau­sende Euro der er­hal­tenen staat­li­chen Zu­schüsse zu­rück­zahlen. Die Per­spek­tive, auf jeden Fall zum Ab­schluss­er­folg ge­tragen zu werden, mag manche an­lo­cken – sie min­dert aber den Wert des Ab­schlusses enorm. Der „Inholland“-Skandal, bei dem auf­flog, dass ohne hin­rei­chende Leis­tungen Ab­schlüsse ver­geben wurden, damit die Ein­rich­tung die ge­zahlten Zu­schüsse be­halten konnte, hat auch in­ter­na­tional jedem deut­lich ge­macht, wie pro­ble­ma­tisch das Hogeschool-System der Nie­der­lande ist.

    3. We work a lot with small group teaching me­thod (PBL/ CBL): there are 12 stu­dents per group guided by a tutor. An edu­ca­tion in­sti­tute is not a car ma­nu­fac­ture... I guess...“
    ad 3.: Pro­blem Based Learning (PBL) hat sich an Hoch­schulen – also Uni­ver­si­täten und Fach­hoch­schulen – nicht durch­ge­setzt, da es sich nur für be­rufs­prak­ti­sche The­men­stel­lungen eignet, die in einem Uni- und FH-Studium i. d. R. nie über­wie­gend ein Modul be­stimmen dürfen; es gibt le­dig­lich ei­nige me­di­zi­ni­sche Be­reiche, die mit dieser Me­thode ar­beiten.
    Ein Pro­blem von PBL ist auch, dass die Leis­tungen der ein­zelnen Teil­nehmer dabei nicht hin­rei­chend er­kennbar und be­wertbar sind; das min­dert die Chan­cen­gleich­heit der Ein­zelnen. Es ist all­ge­mein (auch in den Nie­der­landen) be­kannt, dass solche Kurs­formen meist dazu führen, dass die Mo­ti­vierten die ei­gent­liche Ar­beit in der Gruppe ma­chen und die Mit­läufer dann davon pro­fi­tieren – al­ler­dings nicht im Wissens- und Kom­pe­tenz­er­werb, son­dern nur bei der No­ten­ver­gabe.
    Die se­mi­na­ris­ti­schen Lehr­ver­an­stal­tungen an Fach­hoch­schulen haben im üb­rigen i. d. R. nur zwi­schen 15 und 40 Teil­nehmer – und es finden dop­pelt so viele Kon­takt­stunden pro Se­mes­ter­woche statt als an nie­der­län­di­schen Hogescholen.

    4. An ex­cel­lent re­se­ar­cher does not al­ways make him/her a greater teacher.“
    ad 4.: „Teacher“ (Lehrer) gibt es im pri­mären und se­kun­dären Bil­dungs­sektor. Der ter­tiäre Sektor ar­beitet nicht mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen, son­dern mit Er­wach­senen und be­nö­tigt daher aka­de­misch ge­bil­dete Do­zenten, die den ei­gen­stän­digen Wis­sens­er­werb der Stu­die­renden durch wis­sen­schaft­lich fun­dierten Input för­dern.
    Be­kannt­lich haben nur vier Pro­zent der Hogeschool-Dozenten in den Nie­der­landen pro­mo­viert und hat nur jeder Zweite über­haupt den Ab­schluss eines mind. fünf­jäh­rigen, in der Regel uni­ver­si­tären Stu­diums (Master-Niveau). Wenn Ho­ge­scholen sich den­noch „Uni­ver­si­ties of Ap­plied Sci­ences“ nennen dürfen, aber nur ein un­zu­rei­chendes Fun­da­ment an Wis­sen­schaft­lern auf­weisen, wird das zur Farce. Über das „Getue“ der Ho­ge­scholen klagen auch die nie­der­län­di­schen Uni­ver­si­täten, bei denen na­hezu alle Do­zenten pro­mo­viert sind. → http://bit.ly/kOaBnS
    Auch das nie­der­län­di­sche Mi­nis­te­rium OCW zeigt sich ent­setzt über das zu ge­ringe Ni­veau der Hogeschool-Dozenten, wenn­gleich die Miss­stände seit Jahren im Ka­bi­nett Thema waren. Seine neuen Vor­gaben, nach denen binnen we­niger Jahre alle (!) HBO-Dozenten min­des­tens (!) Master-Niveau haben müssen, sind völlig un­rea­lis­tisch. Siehe: „Zi­jl­stra: En­er­gi­sche Maß­nahmen zur hö­heren Be­rufs­aus­bil­dung“ → http://bit.ly/jYGY5f
    Man muss sich in diesem Zu­sam­men­hang be­wusst ma­chen, dass zwei Drittel der ter­tiären Bil­dung in den Nie­der­landen an sol­chen aka­de­misch un­zu­rei­chend aus­ge­stat­teten Ein­rich­tungen an­ge­boten werden, nur ein Drittel an Uni­ver­si­täten.
    An deut­schen Hoch­schulen dürfen Stu­di­en­gänge nur durch­ge­führt werden, wenn die Lehr­ver­an­stal­tungen über­wie­gend (zu 60 %) von pro­mo­vierten Pro­fes­soren durch­ge­führt werden. Unter sol­chen Be­din­gungen ist die Be­zeich­nung Uni­ver­sity bzw. Uni­ver­sity of Ap­plied Sci­ences an­ge­messen und hält auch in­ter­na­tionem Ver­gleich stand. Pro­fes­soren gibt es an nie­der­län­di­schen Ho­ge­scholen hin­gegen gar nicht (auch wenn sich manche Do­zenten bzw. Lek­toren dort un­er­laub­ter­weise so be­zeichnen).
    Auch der be­rufs­prak­ti­sche Bezug hat bei Ho­ge­scholen ein wenig über­zeu­gendes Fun­da­ment, da sie über­wie­gend mit fest­an­ge­stellten Do­zenten ar­beiten. Wenn hin­gegen deut­sche Hoch­schulen Prak­tiker ein­setzen, dann i.d.R. nur frei­be­ruf­lich, pro Lehr­stunde be­zahlt und nur im Um­fang bis zu einem Tag / Woche, so dass sie an­sonsten in ihrem be­ruf­li­chen Alltag ver­wur­zelt bleiben müssen und den Pra­xis­transfer auch tat­säch­lich aus ei­gener Er­fah­rung leisten können.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=811732565 Va­nessa Lerch

    Hallo! Habe ge­rade das erste Se­mester an der Han­ze­ho­ge­school in Gro­ningen ab­ge­schlossen und könnte mich schlagen, dass ich Ihren Bei­trag vor meinem Stu­dium nicht so ernst ge­nommen habe (kannte ihn davor schon), denn ich bin ein­fach nur un­zu­frieden. Ich habe pro Woche 13 Lehr­ver­an­stal­tungen und zwar ohne dass ich viel Vor- oder Nach­be­rei­tung hätte. In einem Fach na­mens »English for com­mu­ni­ca­tion pro­fes­sio­nals« haben wir eng­li­sche Gram­matik der 9. Klasse be­spro­chen und dis­ku­tiert wie man am besten eine Prä­sen­ta­tion hält (hallo?!). Ich hatte ge­dacht, dass ein Aus­lands­stu­dium in jeder Hin­sicht Vor­teile mit sich bringen würde. Jetzt warte ich darauf, ein neues Stu­dium an der Ri­jksuni Gro­ningen an­fangen zu können. Warum wird uns Deut­schen ei­gent­lich nichts davon er­zählt, dass eine Ho­ge­school nur ein »stu­dium light« ist? Jedem Deut­schen, dem ich er­zähle, dass wir keinen Ba­chelor of Arts be­kommen, staunt erstmal nicht schlecht. Alle loben nur die kleinen Un­ter­richts­gruppen, dass jeder einen aca­demic coun­selor hat und die in­ter­na­tio­nale At­mo­sphäre, alles ist »ziem­lich cool«. Naja.

    Ich be­danke mich für den guten Bei­trag, werde die Seite gleich mal auf Face­book posten. Das sollte man echt mal verbreiten.

     

  • ci­nosL

    Kann dem nur zu­stimmen, stu­diere selbst in Lee­uwarden und werde das Stu­dium be­enden. Hätte ich deinen Bei­trag nur früher ge­lesen, dann wäre es gar nicht erst so­weit ge­kommen. Bi­lanz nach fast 2 Se­mes­tern: Nicht wirk­lich etwas ge­lernt und einen Haufen er­spartes ver­schenkt. In­ter­es­sant hierzu auch die Dis­kus­sion über die Stenden »Uni­ver­sity« (wie sie sich selbst nennt):
    http://www.studserv.de/forum/forum.php?target=viewmesg&select=6743&PHPSESSID=241b4e2121496751ea9daa7c78b22332

  • ci­nosL

    Dis­kus­sion von Ab­sol­venten, In­ter­es­sierten und Stu­die­renden der Stenden Uni­ver­sity in Lee­uwarden zum Thema:

    http://www.studserv.de/forum/forum.php?target=viewmesg&select=6743&PHPSESSID=241b4e2121496751ea9daa7c78b22332

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