Von »Hogescholen« ist abzuraten.

29. Jul. 2010 von Martin Gertler

Natür­lich ist ein Aus­lands­stu­dium in den Nie­der­lan­den eine tolle Erfah­rung. Aber was nützt es, wenn man dort im Ver­gleich zu »daheim« im Grunde weni­ger lernt?

Um es gleich zu sagen: »Hoge­school« ist nicht gleich­be­deu­tend mit dem deut­schen Wort »Hoch­schule«, schon gar nicht mit »Uni­ver­sity«. Dahin­ter steckt viel­mehr ein nicht-akademisches Bil­dungs­mo­dell, das es in Deutsch­land in frü­he­ren Zei­ten als »Tech­ni­kum« bzw. »Poly­tech­ni­kum« gab.

So sieht man es auch in den Nie­der­lan­den selbst: »Eine nie­der­län­di­sche oder flä­mi­sche Hoge­school ist mehr oder weni­ger eine Ein­rich­tung, die mit dem zu ver­glei­chen ist, was in UK, Irland und den USA Col­lege genannt wird.« (»Een Neder­landse of Vlaamse Hoge­school is min of meer een instel­ling die te ver­ge­li­jken is met wat een col­lege geno­emd wordt in het Vere­nigd Konin­krijk, Ier­land en de Vere­nigde Staten.«)

Erkenn­bare Zwei­fel der deut­schen Kultusminister.

Auch die deut­sche Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) hat inzwi­schen fest­ge­stellt, dass bei einer nie­der­län­di­schen Hoge­school ein »hin­rei­chen­der wis­sen­schaft­li­cher Cha­rak­ter der Aus­bil­dung frag­lich oder erkenn­bar nicht vor­han­den« sein kann.

Das bedeu­tet, dass ein Absol­vent womög­lich zu einem auf­bau­en­den Stu­dium in Deutsch­land mit einem sol­chen Abschluss nicht zuge­las­sen wird.

Diese Ein­schrän­kung der grund­sätz­li­chen Aner­ken­nung nimmt die KMK vor, obgleich die Lis­sa­bon Kon­ven­tion alle teil­neh­men­den Staa­ten zur gegen­sei­ti­gen Aner­ken­nung und auto­ma­ti­schen Gleich­stel­lung erlang­ter Qua­li­fi­ka­tio­nen und Abschlüsse ver­pflich­tet. Offen­bar gibt es also hin­rei­chende Gründe, sich mit der These zu befas­sen, von »Hoge­scho­len« sei abzuraten.

Bei­spiel: Media Manage­ment studieren.

Wer sich als Medi­en­öko­nom qua­li­fi­zie­ren will, braucht einen hoch­ste­hen­den Hoch­schul­ab­schluss und eine nam­hafte Hoch­schule, die in dem Land bran­chen­be­kannt ist, wo er spä­ter arbei­ten will.

»Hoge­scho­len« sind in den Nie­der­lan­den Ein­rich­tun­gen der »höhe­ren Berufs­aus­bil­dung« – Fach­hoch­schu­len in Deutsch­land hin­ge­gen haben inzwi­schen den Uni­ver­si­tä­ten gleich­wer­ti­ges wis­sen­schaft­li­ches Niveau in der Lehre und arbei­ten zugleich kon­se­quent berufs­vor­be­rei­tend. Und: deut­sche Fach­hoch­schu­len sind den Uni­ver­si­tä­ten in Abschlüs­sen und Pro­fes­su­ren gleich­ge­stellt, auch das ist bei den nie­der­län­di­schen Hoge­scho­len nicht der Fall.

Machen wir es ein­mal kon­kret: »Media and Enter­tain­ment Manage­ment« an der Sten­den hoge­school im frie­si­schen Lee­uwar­den stu­die­ren, »Inter­na­tio­nal Media and Enter­tain­ment Manage­ment« an der NHTV in Breda - oder »Media Manage­ment« an der Rhei­ni­schen Fach­hoch­schule in Köln (RFH)...? Alle drei sind pri­vate Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Vier­ter Ver­gleichs­punkt: Stu­dium der »Medi­en­wirt­schaft« an der staat­lich getra­ge­nen Hoch­schule der Medien in Stuttgart.

Eingangsbereich einer Hogeschool mit Lernprogramm "Trashcan".

Ein­gangs­be­reich einer Hoge­school mit Lern­ziel »Trashcan«.

1. Kos­ten.

Die Regel­stu­di­en­zeit in Lee­uwar­den und Breda: 4 Jahre (das 4. Jahr läuft ohne Lehr­ver­an­stal­tun­gen, nur Prak­tika und Abschluss­ar­beit sind dann vorgesehen).

Regel­stu­di­en­zeit in Köln und in Stutt­gart: 3 Jahre.

Stu­di­en­ge­büh­ren in den Nie­der­lan­den: pro Jahr 1.672 Euro = 6.688 Euro plus alle Kos­ten, die durch höhere Mie­ten und Rei­sen und Ver­si­che­run­gen entstehen.

Stu­di­en­ge­büh­ren an der RFH: in 3 Jah­ren ins­ge­samt 15.120 Euro. Stu­di­en­ge­büh­ren an der HdM: in 3 Jah­ren ins­ge­samt 3.700 Euro, inkl. Ver­wal­tungs­kos­ten und Studentenwerk.

Das eine Stu­di­en­jahr mehr in Hol­land bedeu­tet aller­dings auch ein Jahr Berufs­le­ben weni­ger. Sprich: das Holland-Modell kann dadurch schnell ein Ver­lust von 30.000 Euro oder mehr wer­den, die man auf seine Stu­di­en­ge­büh­ren auf­schla­gen muss.

2. Berufsfeld-Vernetzung.

Lee­uwar­den hat gerade mal 90.000 Ein­woh­ner, mit Umfeld 140.000, und es gibt keine nen­nens­werte Medi­en­bran­che. Dort stu­diert man also wie im Gewächs­haus – mit Hilfe eines hoch­schul­ei­ge­nen Lehr­be­triebs macht man natür­lich pra­xis­nahe Erfah­run­gen, die sich aber auf diese kleine Erfah­rungs­flä­che beschränken.

Breda hat immer­hin gut 170.000 Ein­woh­ner und liegt andert­halb Fahr­stun­den von den Medi­en­städ­ten der Nie­der­lande ent­fernt. Auch in Breda hat man daher für ein Inhouse-Training gesorgt.

Köln hin­ge­gen hat 1 Mil­lion Ein­woh­ner, mit Umfeld sind es 3 Mil­lio­nen, und Köln ist halt eine der 4 Medi­en­haupt­städte in Deutsch­land. Stutt­gart hat 600.000 Ein­woh­ner und ist eine der gro­ßen Medi­en­städte in Deutschland.

3. Qua­li­tät.

Hoge­scho­len sind in den Nie­der­lan­den den Uni­ver­si­tä­ten in kei­ner Weise eben­bür­tig. Hoge­scho­len ken­nen keine Pro­fes­so­ren. Wer dort doziert, hat in der Regel kei­nen Dok­tor­ti­tel (an einer der genann­ten Ein­rich­tun­gen sind nur ca. 1 Pro­zent der Leh­ren­den pro­mo­viert). Und mehr als die Hälfte hat in der Regel nicht ein­mal ein voll­wer­ti­ges fünf- oder sechs­jäh­ri­ges Stu­dium (Mas­ter­ni­veau) absol­viert, son­dern allen­falls Bachelor-Niveau (drei bis vier Jahre höhere Berufsschule).

Seit zwei Jah­ren dür­fen sich die Hoge­scho­len - wie bei uns in Deutsch­land seit vie­len Jah­ren für die FHs üblich - »Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces« nen­nen. Aber wie kann eine Ein­rich­tung ohne Pro­fes­so­ren und Pro­mo­vierte eine »Uni­ver­sity« sein, und wie sollte man denn Wis­sen­schaf­ten anwen­den kön­nen, wenn die Leh­ren­den in der Über­zahl keine Wis­sen­schaft­ler sind...? Diese Ent­schei­dung der hol­län­di­schen Behör­den ist nicht nachvollziehbar.

In Deutsch­land hin­ge­gen müs­sen qua Gesetz über­wie­gend haupt­be­ruf­li­che Pro­fes­so­ren (in der Regel haben sie pro­mo­viert) auch an den Fach­hoch­schu­len für die Lehre ein­ge­setzt wer­den. Das ist ein völ­lig ande­res Niveau, das ist Hochschule.

4. Quan­ti­tät.

Media Manage­ment ist ja ein dop­pelt qua­li­fi­zie­ren­des Fach­ge­biet, denn man stu­diert Öko­no­mie (Manage­ment) plus die Spe­zi­fika der Medien und ihrer Märkte. Ein »Stu­dium light« ist das nicht – wenn man es in Deutsch­land, ins­be­son­dere an der RFH, stu­diert, dem mit mehr als tau­send Stu­die­ren­den größ­ten Stu­di­en­gang sei­nes Fachs in die­sem Land.

Nun soll­ten ein paar Zah­len ver­gli­chen wer­den, um zu ver­ste­hen, was wirk­lich passiert.

Keinerlei fachliche Detailinformationen: "Stenden university".

Kei­ner­lei fach­li­che Detail­in­for­ma­tio­nen: »Sten­den university«.

Die Hoge­scho­len in den Nie­der­lan­den bie­ten ihren Stu­dies zwi­schen 10 und 14 Lehr­ver­an­stal­tungs­stun­den (LVS) pro Stu­di­en­wo­che an. Dies mit­teln wir der Ein­fach­heit hal­ber auf 12 LVS. Am Bei­spiel des Jah­res­ka­len­ders jener Sten­den hoge­school lässt sich nach­voll­zie­hen, wie viele Kon­takt­stun­den mit Dozen­ten im Jahr über­haupt anste­hen. Sten­den kennt 4 »Module« (Modul­pe­rio­den wäre der rich­ti­gere Name, denn Modul ist die inter­na­tio­nale Bezeich­nung für eine inhalt­li­che Leh­rein­heit, nicht für eine Zeitstre­cke) mit Kon­takt­zei­ten im Jahr; die 5. Periode liegt in den Som­mer­fe­rien der Dozen­ten. Jede Periode hat 7 Wochen Schul­zeit (»Modulwochen«).

Also gibt es dort pro Jahr 4 * 7 = 28 Wochen à 12 Kon­takt­stun­den; und das 3 Jahre lang – denn im 4. Jahr gibt es nur Raum für ein Prak­ti­kum »irgendwo« und das Ver­fas­sen der Abschluss­ar­beit. 28 Wochen x 12 Kon­takt­stun­den x 3 Jahre = 1.008 Kon­takt­stun­den. Die Beglei­tung von Prak­ti­kum / Abschluss­ar­beit ist indi­vi­du­ell und nicht festgelegt.

NHTV: Nur ungefähre Angaben zu Modulzielen, keine Details, keine Zahlen.

NHTV: Nur unge­fähre Anga­ben zu Modul­zie­len, keine Details, keine Zahlen.

Die NHTV zeigt sich zwar enorm far­ben­präch­tig, gibt aber sowohl in der Web­site als auch in der down­load­ba­ren Bro­schüre noch weni­ger Infor­ma­tio­nen preis. Hier dürf­ten die Zah­len der Kon­takt­zei­ten ähn­lich lie­gen wie in Friesland.

Genaue Übersicht der Module und Teilmodule bei der RFH Köln.

Genaue Über­sicht der Module und Teil­mo­dule bei der RFH Köln.

An der RFH in Köln ste­hen pro Semes­ter­wo­che hin­ge­gen im Schnitt 20 Lehr­ver­an­stal­tungs­stun­den (LVS) auf dem Pro­gramm, und das Semes­ter hat 16 Wochen »Vor­le­sungs­zeit«, wie man das in Deutsch­land nennt. Der genaue Ver­laufs­plan des Stu­di­ums (so etwas gibt es in Hol­land nicht) sieht 120 Semes­ter­wo­chen­stun­den vor. So kann man’s nach­rech­nen: 120 LVS * 16 Wochen (pro Semes­ter) = 1.920 Kon­takt­stun­den. Es kom­men auch hier die Stun­den der Betreu­ung bei der Abschluss­ar­beit hinzu.

HdM: Genaue Anga­ben zu Qua­li­fi­ka­ti­ons­zie­len und Inhal­ten sowie Vor­le­sun­gen und Credit Points pro Lehrveranstaltung.

An der HdM in Stutt­gart ste­hen pro Semes­ter­wo­che im Schnitt eben­falls 20 Lehr­ver­an­stal­tungs­stun­den (LVS) auf dem Pro­gramm, und das Semes­ter hat dort 15 Wochen »Vor­le­sungs­zeit«. 120 LVS * 15 Wochen (pro Semes­ter) = 1.800 Kon­takt­stun­den, plus die Stun­den der Betreu­ung bei Pra­xis­phase und Abschlussarbeit.

Sprich: im gan­zen Stu­dium bekommt man an einer Hoge­school ledig­lich 1.008 Kon­takt­stun­den, an einer Fach­hoch­schule in Deutsch­land 1.800 bis 1.920 Kon­takt­stun­den - an FHs mit Tri­mes­tern liegt die Zahl sogar über 2.000 Stun­den. In Deutsch­land erwar­tet einen also fast das Dop­pelte oder sogar mehr an Kon­takt­zeit, und das auch noch mit über­wie­gend Pro­mo­vier­ten und Professoren.

5. Abschluss.

Bei den nie­der­län­di­schen Hoge­scho­len ver­hält sich das so: als »HBO«-Einrichtungen (»Hoger Bero­eps Onder­wijs« = Höhere Berufs­schule) kön­nen sie keine den Uni­ver­si­tä­ten gleich­wer­ti­gen Abschlüsse anbieten.

Man bekommt darum in Fries­land nur einen »Bache­lor of Media and Enter­tain­ment Manage­ment«, und der lässt kein naht­lo­ses Wei­ter­stu­dium an einer Uni­ver­si­tät zu. Ähn­li­ches gilt für den »Bache­lor of Inter­na­tio­nal Media and Enter­tain­ment Manage­ment« in Breda.

Die inter­na­tio­nal übli­chen Abschluss­be­zeich­nun­gen »Bache­lor of Arts« und »Bache­lor of Sci­en­ces« blei­ben in den Nie­der­lan­den allein den Uni­ver­si­tä­ten vor­be­hal­ten, siehe auch hier unten bei »Ergän­zende Quel­len«, 1. Item.

Zur bes­se­ren inter­na­tio­na­len Ver­wen­dung der Abschlüsse, so scienceguide.nl am 22. April 2009, kön­nen die Abschlüsse der Hoge­scho­len nun je nach Stu­di­en­art »Bache­lor of Applied Arts« (BAA) bzw. »Bache­lor of Applied Sci­en­ces« (BASc) genannt wer­den. Diese Abschluss­be­zeich­nun­gen drü­cken gegen­über den Uni- und FH-Abschlüssen eine Ein­schrän­kung aus und gehö­ren nicht zum nach Ein­heit­lich­keit stre­ben­den Bologna-Konzept, sie sind ansons­ten nur in weni­gen angel­säch­si­schen Län­dern anzutreffen.

In Köln und Stutt­gart erhält man hin­ge­gen den inter­na­tio­nal voll­wer­ti­gen, aka­de­mi­schen Abschluss »Bache­lor of Arts« in der Fach­rich­tung Media Manage­ment bzw. Medi­en­wirt­schaft. Die Bachelor- und Mas­ter­ab­schlüsse der deut­schen Fach­hoch­schu­len sind denen der Uni­ver­si­tä­ten unein­ge­schränkt gleich­wer­tig – dafür sorgt hier­zu­lande der Gesetz­ge­ber. Man schließt ab mit einem »Bache­lor of Arts« bzw. einem »Mas­ter of Arts«. Vom Bache­l­or­ab­schluss aus kann man direkt auch an einer Uni­ver­si­tät einen Mas­ter­stu­di­en­gang bele­gen, und der Mas­ter­ab­schluss der RFH bzw. der HdM berech­tigt genauso zum Pro­mo­ti­ons­stu­dium wie der Mas­ter­ab­schluss einer Universität.

NHTV: Hin­weis auf ein Ergänzungsprogramm.

Um ihren Stu­die­ren­den den Weg zu einem aka­de­mi­schen Abschluss zu ebnen, bie­ten man­che Hoge­scho­len Ergän­zungs­pro­gramme an, die von ambi­tio­nier­ten Stu­die­ren­den belegt wer­den kön­nen. Wer sich dafür ent­schei­det, packt sich wei­te­ren Workload im Umfang von bis zu 60 Credit Points in sein vier­jäh­ri­ges Stu­di­en­pro­gramm - etwas, das zwar das Manko an Wis­sen­schaft­lich­keit der Hoge­school auf­fan­gen mag, aber eine Über­be­las­tung im Workload bedeu­tet, die in Deutsch­land nicht zuläs­sig wäre. In Deutsch­land dür­fen Voll­zeit­stu­di­en­gänge pro Jahr nicht mehr als 60 CP Workload umfassen.

Klar­text.

Abschlüsse aus benach­bar­ten EU-Ländern sind nicht immer unse­ren Abschlüs­sen gleich­wer­tig, auch wenn die gegen­sei­tige Aner­ken­nung durch die Lis­sa­bon Kon­ven­tion erfor­der­lich wurde. Der Bache­l­or­ab­schluss an einer nie­der­län­di­schen Hoge­school ist zumin­dest nicht als gleich­wer­tig und gleich­ar­tig zu bewer­ten, und es irri­tiert, dass trotz des ersicht­li­chen Niveau-Unterschiedes all­über­all in der Bil­dungs­bran­che die Hoge­scho­len als Fach­hoch­schu­len bezeich­net werden.

Ange­sichts der oben genann­ten Unter­schiede in Qua­li­tät und Quan­ti­tät der Lehre kann - bei ehr­li­cher Betrach­tung - der Bache­l­or­ab­schluss an Hoge­scho­len (wie auch der dor­tige Mas­ter­ab­schluss, des­sen Qua­li­tät und For­schungs­ba­sis eben­falls nicht durch leh­rende Pro­mo­vierte und Pro­fes­so­ren gewähr­leis­tet sein muss) ange­sichts der stren­ger gehal­te­nen deut­schen Kri­te­rien nicht als gleich­wer­ti­ger Hoch­schul­ab­schluss ein­ge­schätzt werden.

Selbst wenn der nächst­beste Arbeit­ge­ber für die Absol­ven­ten mit dem Holland-Abschluss noch keine Pro­bleme haben sollte: sobald man in Deutsch­land oder auch in ande­ren Län­dern wei­ter­stu­die­ren, gar pro­mo­vie­ren möchte, könnte es schwie­rig werden.

»Stu­dium light« mit einem Irgendwas-Abschluss geht also prima an einer Hoge­school in den Nie­der­lan­den. Ein gedie­ge­nes wis­sen­schaft­lich fun­dier­tes Stu­dium gibt es hin­ge­gen an Fach­hoch­schu­len in Deutschland.


Ergän­zende Quellen.

1. Lan­des­be­auf­trag­ter NRW-Benelux.

Die Frage nach der Gleich­wer­tig­keit der Hogeschool-Abschlüsse wirft bereits 2005 der »Sta­tus­be­richt zu den Aus­wir­kun­gen des Bologna-Prozesses auf den Wis­sen­schafts­raum Nie­der­lande - Nordrhein-Westfalen« von Prof. Dr. Friso Wie­lenga (Hrg.), Lan­des­be­auf­trag­ter NRW-Benelux, auf:

S. 9: »Bachelor- und Mas­ter­stu­di­en­gänge an Hoge­scho­len und Uni­ver­si­tä­ten haben nach Anga­ben des nie­der­län­di­schen Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­ums eine unter­schied­li­che Ziel­set­zung. Bachelor- und Mas­ter­ab­schlüsse an Hoge­scho­len (HBO-Bachelor bzw. HBO-Master) sind berufs­ori­en­tiert, was sich auch im erwor­be­nen Titel wie­der­fin­det, in dem das Berufs­feld bzw. Fach­ge­biet ohne Zufü­gung des Anhangs ›sci­ence‹ bzw. ›arts‹ auf­ge­führt wird. Ein wis­sen­schaft­li­cher Abschluss als Bache­lor bzw. Mas­ter of ›sci­ence‹ oder ›arts‹ kann nur an Uni­ver­si­tä­ten erlangt wer­den.«

Anders in Deutsch­land, s. S. 11: »Eine Unter­schei­dung zwi­schen Bachelor- und Master-Abschlüssen an Fach­hoch­schu­len bzw. Uni­ver­si­tä­ten ist nicht vorgesehen.«

2. Gleich­wer­tig­keits­ab­kom­men D - NL.

In § 1 (a) des Abkom­mens zwi­schen der Regie­rung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Regie­rung des König­reichs der Nie­der­lande über die Aner­ken­nung von Gleich­wer­tig­kei­ten im Hoch­schul­be­reich vom 23. März 1983 ist defi­niert, dass es sich um aka­de­mi­sche Grade han­deln muss.

Es darf aber bezwei­felt wer­den, dass die in den Nie­der­lan­den (anders als in Deutsch­land) bewusst nicht den uni­ver­si­tä­ren Abschlüs­sen gleich­ge­stell­ten, nicht als wis­sen­schaft­lich klas­si­fi­zier­ten Hogeschool-Abschlüsse aka­de­mi­sche Grade sind und dass sie gemäß die­sem Abkom­men als den Abschlüs­sen deut­scher Hoch­schu­len gleich­wer­tig ein­zu­stu­fen seien.

Abschlüsse von Ein­rich­tun­gen, die ein EU-Land in sei­nem Ter­ri­to­rium als Bestand­teil der ter­tiä­ren Bil­dung zulässt, kön­nen zwar inzwi­schen (in Abwei­chung vom Abkom­men aus 1983) in Deutsch­land ohne Zusatz der Her­kunft geführt wer­den. Damit ist aber nichts über eine tat­säch­li­che Gleich­wer­tig­keit mit kon­kre­ten deut­schen Hoch­schul­for­men und -abschlüs­sen ausgesagt.

3. Enzy­klo­pä­die Wikipedia.

Ver­gleich­bar­keit der Berufsschulen/Hogescholen

Hoge­scho­len bezeich­nen sich in deut­schen Tex­ten gern als Fach­hoch­schule. Hoge­scho­len zäh­len in den Nie­der­lan­den zwar zur ter­tiä­ren Bil­dung, gehö­ren darin aber zur Kate­go­rie »HBO« (Hoger Bero­eps Onder­wijs = Höhere Berufs­schule). Die Bezeich­nung Hoge­school ist somit nicht mit der deut­schen Bezeich­nung Hoch­schule gleichzusetzen.

Da die Hoge­scho­len keine den nie­der­län­di­schen Uni­ver­si­tä­ten gleich­ge­stellte Ein­rich­tun­gen sind und daher keine Pro­fes­so­ren ernen­nen dür­fen und da sie zudem auch nur in der Regel im ein­stel­li­gen Bereich Pro­mo­vierte als Dozen­ten vor­wei­sen kön­nen, ent­spre­chen sie nicht dem Niveau der Fach­hoch­schu­len in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern, wo je nach Lan­des­ge­setz in der Regel min­des­tens fünf­zig Pro­zent der Leh­ren­den Pro­fes­so­ren und pro­mo­viert sein müs­sen[2].

Die Bache­l­or­ab­schlüsse einer Hoge­school (»Bache­lor of XYZ Manage­ment« / »Bache­lor of Applied Arts«) sind nicht den Abschlüs­sen der nie­der­län­di­schen Uni­ver­si­tä­ten und nicht den Abschlüs­sen der Hoch­schu­len (mit und ohne Pro­mo­ti­ons­recht) in Deutsch­land gleich­ge­stellt (Bache­lor of Arts / Bache­lor of Sci­ence). Die in Deutsch­land vor­ge­ge­be­nen Abschluss­be­zeich­nun­gen für Hoch­schu­len mit und ohne Pro­mo­ti­ons­recht (Fach­hoch­schule und Uni­ver­si­tä­ten) sind in den Nie­der­lan­den allein den Uni­ver­si­tä­ten vorbehalten.

Bachelor-Absolventen von Hoge­scho­len dür­fen in den Nie­der­lan­den nicht ohne min­des­tens ein­jäh­rige wis­sen­schaft­li­che Auf­hol­pro­gramme in Mas­ter­stu­di­en­gänge an Uni­ver­si­tä­ten ein­ge­schrie­ben wer­den. Auch dies kenn­zeich­net die Hoge­scho­len als den deut­schen (Fach)Hochschulen nicht gleichgestellt.

Die von man­chen Hoge­scho­len ver­lie­he­nen Asso­ciate Degrees sind in Deutsch­land und in ande­ren Län­dern Euro­pas nicht führ­bar. Sie sind nicht Bestand­teil des Bologna-Prozesses.

Soweit das deut­sche Wiki­pe­dia (Stand: 6. Juli 2010).



Update


Am 31. Mai 2012 hat die deut­sche Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) zwar beschlos­sen, dass auch Inha­bern von Bache­l­or­ab­schlüs­sen (240 CP) einer nie­der­län­di­schen »Hoge­school« sowie von den älte­ren Abschlüs­sen »Getu­ig­schrift HBO« der direkte Hoch­schul­zu­gang in Deutsch­land eröff­net wird.

Der Beschluss der KMK gip­felt aller­dings in die­sem bemer­kens­wer­ten Satz:

»Die Hoch­schu­len und Zeug­nisa­n­er­ken­nungs­stel­len kön­nen von der Ertei­lung einer auf den Hoch­schul­ab­schluss grün­den­den Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung abse­hen, wenn im kon­kre­ten Fall ein hin­rei­chen­der wis­sen­schaft­li­cher Cha­rak­ter der Aus­bil­dung frag­lich oder erkenn­bar nicht vor­han­den ist.«

Quelle: Infor­ma­ti­ons­por­tal zur Aner­ken­nung aus­län­di­scher Bil­dungs­ab­schlüsse »ana­bin« der KMK



Viel­leicht inter­es­siert Sie auch:

Abwer­tung der nie­der­län­di­schen Hoge­scho­len?
Es gibt gute Gründe dafür, dass das nie­der­län­di­sche Bil­dungs­mi­nis­te­rium die scharfe Tren­nung zwi­schen den wis­sen­schaft­li­chen Uni­ver­si­tä­ten und den auf Berufs­aus­bil­dung gerich­te­ten Col­le­ges (die sich auf Deutsch gern als Fach­hoch­schu­len bezeich­nen) auf­recht erhält....
Gleich­wer­ti­ger Abschluss erst in eini­gen Jah­ren.
In den Nie­der­lan­den wer­den der­zeit die Abschlüsse von »Hoge­scho­len« unter die Lupe genom­men - und mit ers­ten Ände­run­gen ver­se­hen, sofern die Qua­li­tät stimmt....
Des Minis­ters Schach­zug.
Mit Hilfe einer Exper­ten­runde sucht der nie­der­län­di­sche Bil­dungs­mi­nis­ter Ronald Plas­terk der­zeit nach einer Alter­na­tive zum bis­he­ri­gen “binä­ren Sys­tem” – der pau­scha­len Unter­schei­dung zwi­schen Uni­ver­si­tä­ten und berufs­ori­en­tier­ten Studieneinrichtungen....



Kommentare, Studium
  • http://twitter.com/judithekoch Judith Koch

    Und wenn dann noch die qua­li­fi­zier­ten Kräfte ent­las­sen wer­den, ist sowieso kein Land mehr in Sicht...

  • http://www.facebook.com/dingfan.ding Fan Ding

    By the way, Pro­fes­sor / Dr. Gert­ler, I would like to share the fol­lo­wing facts:
    1. @ MEM Sten­den, Lee­uwar­den, The Nether­lands, we offer 9 weeks‹ study pro­gram per module, but not 7 weeks. One semes­ter inclu­des 2 modu­les, so it should be18 weeks per semes­ter and 36 weeks per year. (exclu­ding self-study weeks).
    2. You for­got to men­tion that each indi­vi­dual stu­dent has a study coach at Sten­den, who pro­vi­des sup­ports and cares to the stu­dent all years long.
    3. We work a lot with small group teaching method (PBL/ CBL): there are 12 stu­dents per group gui­ded by a tutor. An edu­ca­tion insti­tute is not a car manu­fac­ture... I guess... 
    4. An excel­lent rese­ar­cher does not always make him/her a grea­ter teacher.  

    There are a lot more to dis­cuss, I am open to a debate one day. Thank you. 

  • Anony­mous

    1. @ MEM Sten­den, Lee­uwar­den, The Nether­lands, we offer 9 weeks‹ study pro­gram per module, but not 7 weeks. One semes­ter inclu­des 2 modu­les, so it should be18 weeks per semes­ter and 36 weeks per year. (exclu­ding self-study weeks).“
    ad 1.: Nur die offi­zi­el­len Publi­ka­tio­nen der Insti­tu­tio­nen las­sen sich veri­fi­zier­bar ver­glei­chen. Nicht vor­stell­bar ist, dass ein­zelne Aus­bil­dungs­pro­gramme (z. B. MEM) inner­halb einer „car manu­fac­ture“ (hier: Ein­rich­tung mit 10.000 Kurs­teil­neh­mern) abwei­chende Sche­mata anwen­den – so etwas wür­den die Rah­men­be­din­gun­gen der Res­sour­cen­pla­nung und -balance der Bil­dungs­ein­rich­tung gar nicht zulassen.

    2. You for­got to men­tion that each indi­vi­dual stu­dent has a study coach at Sten­den, who pro­vi­des sup­ports and cares to the stu­dent all years long.“
    ad 2.: Per­sön­li­che Stu­di­en­be­glei­ter für alle sind kein Merk­mal von Hoch­schul­stu­di­en­gän­gen. Per­sön­li­che Tuto­rate wer­den an Hoch­schu­len i. d. R. nur in beson­de­ren Fäl­len ein­ge­setzt, so bei der Eil­te­för­de­rung oder bei gesund­heit­lich belas­te­ten Stu­die­ren­den. Wer die Hoch­schul­reife besitzt und stu­die­ren will, muss prin­zi­pi­ell imstande sein, sein Stu­dium selbst zu orga­ni­sie­ren und zu meis­tern – oder wird halt schei­tern.
    Die Hoge­scho­len inves­tie­ren in Stu­di­en­be­glei­tung, weil sie es sich wegen des nie­der­län­di­schen Finan­zie­rungs­sys­tems gar nicht leis­ten kön­nen, dass jemand schei­tert und ohne Abschluss­zeug­nis geht: dann muss die Bil­dungs­ein­rich­tung Zig­tau­sende Euro der erhal­te­nen staat­li­chen Zuschüsse zurück­zah­len. Die Per­spek­tive, auf jeden Fall zum Abschluss­er­folg getra­gen zu wer­den, mag man­che anlo­cken – sie min­dert aber den Wert des Abschlus­ses enorm. Der „Inholland“-Skandal, bei dem auf­flog, dass ohne hin­rei­chende Leis­tun­gen Abschlüsse ver­ge­ben wur­den, damit die Ein­rich­tung die gezahl­ten Zuschüsse behal­ten konnte, hat auch inter­na­tio­nal jedem deut­lich gemacht, wie pro­ble­ma­tisch das Hogeschool-System der Nie­der­lande ist.

    3. We work a lot with small group teaching method (PBL/ CBL): there are 12 stu­dents per group gui­ded by a tutor. An edu­ca­tion insti­tute is not a car manu­fac­ture... I guess...“
    ad 3.: Pro­blem Based Learning (PBL) hat sich an Hoch­schu­len – also Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len – nicht durch­ge­setzt, da es sich nur für berufs­prak­ti­sche The­men­stel­lun­gen eig­net, die in einem Uni- und FH-Studium i. d. R. nie über­wie­gend ein Modul bestim­men dür­fen; es gibt ledig­lich einige medi­zi­ni­sche Berei­che, die mit die­ser Methode arbei­ten.
    Ein Pro­blem von PBL ist auch, dass die Leis­tun­gen der ein­zel­nen Teil­neh­mer dabei nicht hin­rei­chend erkenn­bar und bewert­bar sind; das min­dert die Chan­cen­gleich­heit der Ein­zel­nen. Es ist all­ge­mein (auch in den Nie­der­lan­den) bekannt, dass sol­che Kurs­for­men meist dazu füh­ren, dass die Moti­vier­ten die eigent­li­che Arbeit in der Gruppe machen und die Mit­läu­fer dann davon pro­fi­tie­ren – aller­dings nicht im Wissens- und Kom­pe­tenz­er­werb, son­dern nur bei der Noten­ver­gabe.
    Die semi­na­ris­ti­schen Lehr­ver­an­stal­tun­gen an Fach­hoch­schu­len haben im übri­gen i. d. R. nur zwi­schen 15 und 40 Teil­neh­mer – und es fin­den dop­pelt so viele Kon­takt­stun­den pro Semes­ter­wo­che statt als an nie­der­län­di­schen Hogescholen.

    4. An excel­lent rese­ar­cher does not always make him/her a grea­ter teacher.“
    ad 4.: „Teacher“ (Leh­rer) gibt es im pri­mä­ren und sekun­dä­ren Bil­dungs­sek­tor. Der ter­tiäre Sek­tor arbei­tet nicht mit Kin­dern und Jugend­li­chen, son­dern mit Erwach­se­nen und benö­tigt daher aka­de­misch gebil­dete Dozen­ten, die den eigen­stän­di­gen Wis­sens­er­werb der Stu­die­ren­den durch wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Input för­dern.
    Bekannt­lich haben nur vier Pro­zent der Hogeschool-Dozenten in den Nie­der­lan­den pro­mo­viert und hat nur jeder Zweite über­haupt den Abschluss eines mind. fünf­jäh­ri­gen, in der Regel uni­ver­si­tä­ren Stu­di­ums (Master-Niveau). Wenn Hoge­scho­len sich den­noch „Uni­ver­si­ties of Applied Sci­en­ces“ nen­nen dür­fen, aber nur ein unzu­rei­chen­des Fun­da­ment an Wis­sen­schaft­lern auf­wei­sen, wird das zur Farce. Über das „Getue“ der Hoge­scho­len kla­gen auch die nie­der­län­di­schen Uni­ver­si­tä­ten, bei denen nahezu alle Dozen­ten pro­mo­viert sind. → http://bit.ly/kOaBnS
    Auch das nie­der­län­di­sche Minis­te­rium OCW zeigt sich ent­setzt über das zu geringe Niveau der Hogeschool-Dozenten, wenn­gleich die Miss­stände seit Jah­ren im Kabi­nett Thema waren. Seine neuen Vor­ga­ben, nach denen bin­nen weni­ger Jahre alle (!) HBO-Dozenten min­des­tens (!) Master-Niveau haben müs­sen, sind völ­lig unrea­lis­tisch. Siehe: „Zijl­s­tra: Ener­gi­sche Maß­nah­men zur höhe­ren Berufs­aus­bil­dung“ → http://bit.ly/jYGY5f
    Man muss sich in die­sem Zusam­men­hang bewusst machen, dass zwei Drit­tel der ter­tiä­ren Bil­dung in den Nie­der­lan­den an sol­chen aka­de­misch unzu­rei­chend aus­ge­stat­te­ten Ein­rich­tun­gen ange­bo­ten wer­den, nur ein Drit­tel an Uni­ver­si­tä­ten.
    An deut­schen Hoch­schu­len dür­fen Stu­di­en­gänge nur durch­ge­führt wer­den, wenn die Lehr­ver­an­stal­tun­gen über­wie­gend (zu 60 %) von pro­mo­vier­ten Pro­fes­so­ren durch­ge­führt wer­den. Unter sol­chen Bedin­gun­gen ist die Bezeich­nung Uni­ver­sity bzw. Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces ange­mes­sen und hält auch inter­na­tio­nem Ver­gleich stand. Pro­fes­so­ren gibt es an nie­der­län­di­schen Hoge­scho­len hin­ge­gen gar nicht (auch wenn sich man­che Dozen­ten bzw. Lek­to­ren dort uner­laub­ter­weise so bezeich­nen).
    Auch der berufs­prak­ti­sche Bezug hat bei Hoge­scho­len ein wenig über­zeu­gen­des Fun­da­ment, da sie über­wie­gend mit fest­an­ge­stell­ten Dozen­ten arbei­ten. Wenn hin­ge­gen deut­sche Hoch­schu­len Prak­ti­ker ein­set­zen, dann i.d.R. nur frei­be­ruf­lich, pro Lehr­stunde bezahlt und nur im Umfang bis zu einem Tag / Woche, so dass sie ansons­ten in ihrem beruf­li­chen All­tag ver­wur­zelt blei­ben müs­sen und den Pra­xis­trans­fer auch tat­säch­lich aus eige­ner Erfah­rung leis­ten können.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=811732565 Vanessa Lerch

    Hallo! Habe gerade das erste Semes­ter an der Han­ze­ho­ge­school in Gro­nin­gen abge­schlos­sen und könnte mich schla­gen, dass ich Ihren Bei­trag vor mei­nem Stu­dium nicht so ernst genom­men habe (kannte ihn davor schon), denn ich bin ein­fach nur unzu­frie­den. Ich habe pro Woche 13 Lehr­ver­an­stal­tun­gen und zwar ohne dass ich viel Vor- oder Nach­be­rei­tung hätte. In einem Fach namens »English for com­mu­ni­ca­tion pro­fes­sio­nals« haben wir eng­li­sche Gram­ma­tik der 9. Klasse bespro­chen und dis­ku­tiert wie man am bes­ten eine Prä­sen­ta­tion hält (hallo?!). Ich hatte gedacht, dass ein Aus­lands­stu­dium in jeder Hin­sicht Vor­teile mit sich brin­gen würde. Jetzt warte ich dar­auf, ein neues Stu­dium an der Rijks­uni Gro­nin­gen anfan­gen zu kön­nen. Warum wird uns Deut­schen eigent­lich nichts davon erzählt, dass eine Hoge­school nur ein »stu­dium light« ist? Jedem Deut­schen, dem ich erzähle, dass wir kei­nen Bache­lor of Arts bekom­men, staunt erst­mal nicht schlecht. Alle loben nur die klei­nen Unter­richts­grup­pen, dass jeder einen aca­de­mic coun­selor hat und die inter­na­tio­nale Atmo­sphäre, alles ist »ziem­lich cool«. Naja.

    Ich bedanke mich für den guten Bei­trag, werde die Seite gleich mal auf Face­book pos­ten. Das sollte man echt mal verbreiten.

     

  • cinosL

    Kann dem nur zustim­men, stu­diere selbst in Lee­uwar­den und werde das Stu­dium been­den. Hätte ich dei­nen Bei­trag nur frü­her gele­sen, dann wäre es gar nicht erst soweit gekom­men. Bilanz nach fast 2 Semes­tern: Nicht wirk­lich etwas gelernt und einen Hau­fen erspar­tes ver­schenkt. Inter­es­sant hierzu auch die Dis­kus­sion über die Sten­den »Uni­ver­sity« (wie sie sich selbst nennt):
    http://www.studserv.de/forum/forum.php?target=viewmesg&select=6743&PHPSESSID=241b4e2121496751ea9daa7c78b22332

  • cinosL

    Dis­kus­sion von Absol­ven­ten, Inter­es­sier­ten und Stu­die­ren­den der Sten­den Uni­ver­sity in Lee­uwar­den zum Thema:

    http://www.studserv.de/forum/forum.php?target=viewmesg&select=6743&PHPSESSID=241b4e2121496751ea9daa7c78b22332

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