401 | Bislang dachte ich, dass die Eidechsen in Florida angestammte Tiere seien. Doch beim morgendlichen Kaffee auf der Terrasse meines Hotels in Naples (Florida), in dem ich mich für die Zeit der »Krokus-Ferien« meiner Stenden-Hochschule einquartiert habe, sah die Welt plötzlich etwas anders aus.
Etwas aufgeregt zappelte die kleine Eidechse, fünf Meter von mir entfernt. Offenbar bewegten sie Frühlingsgefühle und es ging nun um eine erfolgreiche Balz.

Und da klappte immer mal wieder ein lichtdurchlässiges orangenes Schild auf bei meiner »Eidechse«, die vermutlich ein Bahama-Anolis war – die inzwischen häufigste Echse in Florida.
Das Klima im südlichen Florida erlaubt es auch tropischen Tieren, es sich hier anzusiedeln. Und so kriechen inzwischen asiatische Tigerpythons durch die Everglades, paddeln afrikanische Nilwarane durch die Pools der Vorstadtbewohner, springen mittelamerikanische Basilisken an den Kanälen herum, dümpeln südamerikanische Kaimane am Miami Airport in den Tümpeln und klettern Geckos aus allen Kontinenten nächtens an den Fassaden auf und ab.
Ganz genau kennt man die Zahl der fest etablierten – d. h. sich über mehrere Generationen fortpflanzenden – eingeschleppten Arten nicht, es sind aber wohl mindestens 45.
Warum eigentlich nicht? Schließlich dürfen auch Menschen aus aller Welt hier leben – und meinerseits gern überall auf unserem runden Erdball!
This entry was posted on Montag, Februar 25th, 2008 at 00:00 and is filed under Florida, Natur. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
