Hilfe für Ausgestoßene.

12. Jan. 2007 von Martin Gertler

Seit einem halben Jahrhundert engagieren sich Vereinsmitglieder, Haupt- und Ehrenamtliche medizinisch und sozial für die »Aussätzigen« – die wegen ihrer Krankheit (Lepra, Tuberkulose, Aids) Ausgestoßenen der Gesellschaft.

Aus Anlass des Jubiläums der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe DAHW war ihr ehrenamtliche Präsident zur Generalaudienz des Papstes in Rom eingeladen worden und hatte auch Gelegenheit zu einer anschließenden persönlichen Begegnung.

»Ich bin stolz auf die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, weil sie gute Arbeit macht«, sagte Papst Benedikt XVI. am 10. Januar 2007 zu DAHW-Präsident Alois Pöschmann und der Mitbegründerin des Hilfswerks, Irene Kober. Der Papst empfing eine Delegation der DAHW am Ende der Generalaudienz im Vatikan. Anlass für die Einladung war das 50-jährige Bestehen des Hilfswerks am 18. Januar 2007.

DAHW-Präsident Pöschmann überreichte dem Papst die Skulptur »Christus in der Rast», die höchste Auszeichnung der DAHW, und dankte ihm herzlich für die Einladung.

Pöschmann stellte Benedikt XVI. auch die »Bunte-Stifte-Mitmachaktion« vor. Mit der Aktion ruft die DAHW zum Welt-Lepra-Tag am 28. Januar zur Hilfe für Leprakranke auf. Mit einem einfachen Stift kann festgestellt werden, ob es auf der Haut gefühllose Stellen gibt – ein erster Hinweis auf Lepra.

Seit Gründung am 18. Januar 1957 hat die DAHW 2,1 Millionen Leprakranken weltweit Zugang zu Behandlung ermöglicht und mit ihren Programmen seit 1990 rund 3,9 Millionen Tuberkulosekranke erreicht.

Ich selbst habe seit fast 20 Jahren in Molokai / Hawaii, Pakistan und Tansania für das Hilfswerk und für TV-Sender Beiträge produzieren können. Es ist mir eine Freude, die Arbeit dieses erfolgreichen Hilfswerks nicht nur als Journalist, sondern auch als Vereinsmitglied sowie als Stiftungsrat der »Ruth-Pfau-Stiftung« unterstützen zu dürfen! M.G.



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