Gelebte internationale Solidarität.
Internationale »Hilfe« geht allzu oft einher mit finanziellen und politischen Interessen. Dass das auch anders sein kann, zeigen die »Minderbrüder« der Ordensgemeinschaft der Kapuziner.
Noch immer sind viele Menschen, die beim schweren Erdbeben 2005 auf der Insel Nias (Indonesien) ihr Hab und Gut verloren haben, auf Hilfe angewiesen. Noch immer gibt es die Zeltstädte, weil die Infrastruktur nur langsam und mühsam wiederhergestellt werden kann.
Die neueste Folge der Reihe »Jedem ein Bruder sein – Kapuziner« stellt Br. Heinrich Terfrüchte vor, der bereits 25 Jahre lang auf Nias gelebt und gewirkt hatte, sich damals auch als Generalvikar des jungen Bistums Sibolga einsetzte und erst vor kurzem nach Deutschland zurückgekommen war.
Die Naturkatastrophe hatte so große Schäden angerichtet, dass aus Nias ein Hilferuf an die Rheinisch-Westfälische Kapuzinerprovinz geschickt wurde. Br. Barnabas Winkler (Südtiroler Kapuziner im Bistum Sibolga) und Br. Raymond Laia (Kapuzinerprovinz Sibolga) werden ab 2007 nun neue Unterstützung erfahren, denn der inzwischen 60 Jahre alte Br. Heinrich wird seine Aufgabe im Wallfahrtskloster Deggingen an einen Nachfolger übergeben und verabschiedet sich derzeit von den Gläubigen in der schwäbischen Region, um erneut nach Nias zu reisen. In Idanögawo wird er sich um den Wiederaufbau der dringend benötigten Poliklinik, der Landfrauenschule und der sonstigen kirchlichen und sozialen Einrichtungen kümmern.
Gelebte internationale Solidarität braucht keine Parolen und darf schon gar nicht den eigenen wirtschaftlichen Interessen dienen. Die Kapuzinerbrüder zeigen uns, dass es anders geht!
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