Martin Gertler | 26. März 2008, 00:00 Uhr

420 | Dr. Annegret Stegman berichtet:

Mit rund 400 Teilnehmern war die dritte deutsche moodle-Konferenz so gut besucht wie nie zuvor. Sie spiegelte deutlich, wie standhaft die virtuelle Lehre im Bildungssektor Fuß gefasst hat. Grundsatzdebatten suchte man im Programm vergebens. Es waren konkrete Probleme, die bearbeitet wurden.

In den Räumen der PH Heidelberg kamen all jene zusammen, die sich sonst im Internetforum des Lernmanagementsystems moodle nur virtuell begegnen: der Gründer der offenen Software Martin Dougiamas, Multiplikatoren und Pädagogen, die das System nutzen, ebenso wie Entwickler, die es gemeinschaftlich zum aktuellen Status 1.9 ergänzt haben. (…)

Für Martin Schuhmann, der das moodle-System am Rechenzentrum der Universität Würzburg betreut, sind technisch-organisatorische Probleme überschaubar. Sorge bereitet ihm vielmehr die didaktische Weiterentwicklung. Da es sehr aufwendig sei, anspruchsvolle Lernszenarien zu entwickeln, sei dieser Schritt nur möglich, wenn man auf großer Ebene einen Austausch von Lernkursen etabliere und bereit sei, auch fremde Inhalte aktiv in den eigenen Unterricht einzubinden. Dazu müsse zuallererst die Angst vor Vergleichen mit eigenen Inhalten abgebaut werden.

Gemeinschaftlich will man daher weitergehen: Auf Initiative Schuhmanns haben sich Vertreter der Hochschulen zu einer moodle-Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen. Interessierte sind eingeladen, sich in Institutionen übergreifenden Fragen aktiv im Forum an der HU Berlin einzubringen und sich gegenseitig bei der Arbeit zu unterstützen – natürlich auf Basis von moodle.

Nicht nur die RFH Köln und die School of Graduate Studies der Stenden Hogeschool Leeuwarden - auch die großen deutschen Universitäten arbeiten mit Moodle. Sie treffen sich im Moodle-Forum der Hochschulen im deutschsprachigen Raum an der Humboldt Universität Berlin und arbeiten dort an der ständigen Weiterentwicklung dieser weltweit führenden E-Learning-Software mit. Bei den Berliner Kollegen gibt es natürlich auch in niederländischer Sprache den Zugang zum System.

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