Martin Gertler | 1. März 2007, 16:30 Uhr

073 | Irgendwann wird das mit dem Puppenspielen und dem Sandkasten offenbar echt ernst. Ein Kollege glaubt gar, in »Second Life« könne man »Online-Marketing lernen« – in einer Spielwelt ohne Regeln, Gesetze, Verantwortung und Folgen? Die niederländische Staatsanwaltschaft ermittelt indes bereits wegen Verbrechen in dem Online-Spiel.

Gelesen bei u. a. der Netzeitung:

»Die niederländische Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen die Urheber virtueller Kinderpornografie. Es lägen bereits mehrere Strafanzeigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor, sagte eine Staatsanwältin im niederländischen Fernsehen. Laut einem Bericht des Fernsehmagazins ›Netwerk‹ gibt es in der computeranimierten Welt Plätze, an denen ›Sex mit virtuellen Kindern‹ angeboten wird.«

  • Die bloße Suche nach »young« ergibt bereits jede Menge fragwürdige virtuelle Ziele, zu denen der User sich samt seiner Kunstfigur (Avatar) einfach per »Teleport« hinbeamen kann.
  • »Second Life« ist eine elektronische große Puppenstube, in der viele Akteure sich ungehindert austoben können.

»Die Staatsanwaltschaft wolle nun Musterprozesse führen. Es gelte zu entscheiden, ob die Justitz auch virtuelle Straftaten ahnden könne. Handelt es sich um Kinderpornografie, wenn sich hinter einer virtuellen Spielfigur (Avatar) in Gestalt eines Kindes ein Erwachsener verbirgt?

Um diese Frage zu beantworten, wolle man prüfen, ob das Betrachten sexueller Handlungen von kindlich gestalteten Spielfiguren den sexuellen Missbrauch von Kindern im realen Leben stimulieren könne.

Strafbar dürfte in jedem Fall der Austausch realer Kinderpornografie innerhalb von ›Second Life‹ sein. Virtuelle Swingerclubs mit Hardcore-Pornos an den Wänden gehören dort zu den populärsten Plätzen.«

Nice place. Eine Spielwelt ohne Gesetze, Regeln und Ethik.

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1 Kommentar

    März 5, 2007 @ 21:44


    Schon der harmlose Besucher kann sich dort strafbar machen!

    http://www.netzeitung.de/internet/560219.html

    Posted by mediatic
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