351 | Zum ersten Mal bringt eine interdisziplinäre und internationale Tagung – vom 6. bis 9. Dezember in Mainz – Wissenschaftler aus den Transmedialitäts- und den Transkulturalitätsstudien zusammen. Ziel ist Koordinierung und Erweiterung der Begriffe und Theorien zur Transmedialität und Transkulturalität, welche die Forschung herausgebildet hat und anwendet.
Um was geht bei dieser spannenden Konferenz in Mainz?
- Hinsichtlich der Transkulturalitätsstudien wurden in der internationalen Diskussion die Lücken zwischen einerseits Sozialphilosophie und Amerikanistik/Anglistik und andererseits Romanistik und Lateinamerikanistik noch nicht geschlossen, obwohl die Verwendung des Begriffs der Transkulturalität in den Lateinamerikastudien bis in die 1940er Jahre zurückdatiert.
- Der Begriff Transmedialität wiederum, wie er zur Zeit in Medienwissenschaften, Narratologie, Kunstgeschichte und Ästhetik entwickelt wird, steht im Wettbewerb mit den Begriffen Remediation und Adaption.
Ein systematischeres Verständnis der Formen und Typologien des Wandels, Austauschs und Prozesses, die von Transmedialität und Transkulturalität konnotiert werden, soll sich, so die Veranstalter, als bereichernd für die kritische Nutzbarkeit beider Begriffe wie auch für die verschiedenen Ansätze in den beteiligten Disziplinen erweisen.
Das Kolloquium wird vom Forschungsfonds 2007 der Universität Mainz gefördert. Konferenzsprache ist Englisch.
Neben Plenarvorträgen mit jeweils anschließender Respondenz und Diskussion am 6., 8. und 9. Dezember tagen am Freitag, den 7. Dezember, Arbeitsgruppen in parallelen Sitzungen.
Neben der Theorie kommt das Erleben nicht zu kurz: Als Teil des Rahmenprogramms lädt die britisch-französische Pianistin Emilie Crapoulet unter dem Titel »Transmediality and Transculturality in Performance: from Aloysius Bertrand’s La Nuit et ses prestiges (1842) to Maurice Ravel’s Gaspard de la nuit (1908)« zu einem Gesprächskonzert zwischen Spätromantik und französischem Impressionismus ein.
Eine sehr interessante Tagung, offen für alle – also auch für unsere Dozenten und unsere Studierenden!
This entry was posted on Dienstag, November 27th, 2007 at 21:00 and is filed under Hochschulen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
