470 | Einen Leckerbissen für Uni- und FH-Absolventen bietet die »School of Graduate Studies« der Stenden University of Applied Sciences in Leeuwarden an: Masterstudiengänge zur Weiterbildung, die sowohl einen FH-Masterabschluss als auch einen wissenschaftlichen Uni-Abschluss Master of Arts verleihen.

Diese einzigartige Kombination kann Stenden (früherer Name: CHN) in der friesischen Hauptstadt durch die langjährige Kooperation mit der London Metropolitan University in der englischen Hauptstadt verwirklichen. Die Absolventen erhalten daher zwei Mastertitel: einen von Stenden und einen von der LondonMet.

Die international ausgerichteten Studienprogramme dauern in der Vollzeitform 12 Monate und als Teilzeitangebot 24 Monate. Sie richten sich an künftige Manager in diesen Märkten: Hotelbranche (Hospitality Management), Freizeit und Tourismus (Leisure and Tourism Studies), Einzelhandel (Retail Management) und Dienstleistung (Service Management).

Die Variante Service Management deckt ca. 60 Prozent der westlichen Wirtschaftszweige ab. Dazu gehört natürlich auch die immer noch wachsende Medienbranche, denn Medien sind Service-Unternehmen: sie sorgen für Informationen und Unterhaltung. Wer also Medienwirtschaft, Medienökonomie bzw. Media Management studiert hat, kann mit dem Master of Arts International Service Management optimal seine Karriere als Führungskraft stärken.

Bei diesen Masterprogrammen geht es nicht darum, die im vorherigen ökonomischen Diplom- oder Bachelorstudium erlangte Wirtschaftskompetenz nochmals zu intensivieren, sondern insbesondere die Führungskompetenz zu stärken. Immer mehr zeigt sich, dass Wirtschaftswissen und auch Erfahrung mit Wirtschaftprozessen nicht ausreichen, um als Führungskraft Karriere zu machen. Persönliche Kompetenzen müssen entwickelt werden und sie müssen in die sich global verändernden Systeme der Unternehmen und des Marktes einbringen können.

Den vier Masterprogrammen gemeinsam sind Kernmodule, die dafür die Basis bilden: Funktionen der Dienstleistungsgesellschaft, persönliche Wertschöpfung, Werte der Märkte, Strategien der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit, Forschungsdesign. Es gibt zudem Wahlmodule, marktspezifische Module und die Erstellung einer Masterthesis.

Auch in dieser kompetenzgerichteten Ausrichtung sind die Masterprogramme der Stenden University ein einzigartiges Angebot. Nicht nur die Studienprogramme, sondern auch die Dozenten und Standorte sind doppelt zertifiziert: durch das niederländische Akkreditierungssystem NVAO und die britische Validierung.

Masterstudiengänge im Web-TV

Mit ca. 1.680 Stunden Workload (60 ECTS) sind die Masterstudiengänge der Stenden University of Applied Sciences echte Herausforderungen. Aus allen Ländern der Welt melden sich daher die Teilnehmer für dieses anspruchsvolle Programm an.

Viele von ihnen kommen für ein Jahr in die friesische Hauptstadt Leeuwarden und wählen die Vollzeit-Variante.

Wer die zweijährige Part-Time-Form wählt, arbeitet in seinem Beruf und kommt zu den Lehrveranstaltungen, die ca. einmal in zwei Wochen nachmittags und abends stattfinden. Mancher arbeitet auch in einem der Lehrbetriebe der Hochschule mit: dem 4-Sterne-Hotel Wyswert, dem Veranstaltungsbüro Meeting-U oder dem Institut für Service Management.

Die Masterprogramme aus Leeuwarden werden in englischer Sprache durchgeführt. Dies sichert die tatsächlich weltweite Internationalität, die für die Teilnehmer immer wieder zu spannenden Austauschmöglichkeiten führt.

Einige Studienplätze sind für den Start Ende August noch zu vergeben.

Und wer gern berufsbegleitend dieses Masterstudium anpacken will, kann sich auch für einen Start im November am Partner-Standort Köln anmelden.

Weitere Informationen und Anmeldungen: School of Graduate Studies - http://www.Stenden-Master.nl

Schnelle Anfragen: Info@Stenden-Master.nl / Telefon 00 31 - 58 - 2 44 14 42.

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Martin Gertler | 28. Juli 2008, 00:00 Uhr

468 | Bei meinem letzten Besuch in Utrecht, an der University for Humanistics, schenkte mir Lector Dr. Gabriël Anthonio das neueste Buch seines Doktorvaters, Prof. Dr. Harry Kunneman. Es ist meine Ferien- und Reiselektüre geworden - eine spannende philosophische Auseinandersetzung zu humanistischen Fragen.

Der Klappentext macht bereits neugierig:

Rüdes Verhalten, andere beiseite schubsen, bloß sich für eigene Interessen engagieren, Andersdenkende geringschätzen, Unersättlichkeit und Selbstgefälligkeit: das sind einige Merkmale des »feisten Ichs«, das sich inzwischen hierzulande in vielen Formen manifestiert. Varianten sind: sich bereichernde Manager, eitle TV-Persönlichkeiten, einander verdrängende Politiker, keifende Kolumnisten, gewalttätige Fußballfans.

Das »feiste Ich« ist frei, autonom und wohlhabend - und zugleich höchst unzufrieden. Es agiert auffällig und ungeniert oder auch auf subtile Weise. Das »feiste Ich« bildet eine beunruhigende Vergrößerung des autonomen Individuums, das sich von allen Formen moralischer Autorität befreit hat und dem es an nichts und niemandem mehr liegt.

Aber für postmoderne Menschen, die den Aufmarsch des »feisten Ichs« mit Schrecken verfolgen, wäre die Rückkehr zu verbindlichen Normen und Werten und den dazugehörigen vertikalen Autoritätslinien ebensowenig akzeptabel.

So entsteht die Frage, wie man das »feiste Ich« hinter sich lassen kann: Im Namen welcher Werte können die Autonomie und Unersättlichkeit des »feisten Ichs« im Alltag eingeschränkt werden, ohne jemandem Gewalt anzutun?

In diesem Buch wird die Frage von einer kritisch-humanistischen Perspektive aus beantwortet, mit Hilfe von Begriffen wie tiefe Autonomie, horizontale Transzendenz, normative Professionalität und gesellschaftlich verantwortliches Organisieren.

Prof. Dr. Harry Kunneman ist Professor für Soziale und Politische Theorien an der University for Humanistics, Utrecht.

Voorbij het dikke-ik
Bouwstenen voor een kritisch humanisme
ISBN 978-90-6665-570-6
288 Seiten
2. Auflage, 2006
Amsterdam: SWP

Dieses wertvolle Buch sollte dringend auch ins Deutsche übersetzt werden.

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466 | »Vielfalt oder Perfektion? Vom Umgang mit Komplexität« - zu diesem spannungsvollen Thema konnte ich BLW-Diplomierten sowie den ersten Bachelor-Absolventen der Rheinischen Fachhochschule (RFH) in Köln eine letzte »Vorlesung« mit auf den Weg geben.

Bei den letzten Vorbereitungen der Feier: Prof. Dr. Almut Schlesinger, Prorektorin für Wirtschaft und Recht an der RFH Köln, und Prof. Dr. Martin Gertler, Director of Academic Affairs der Stenden Hogeschool Leeuwarden und Honorarprofessor der RFH

In dieser Woche ist wieder »Endspurt« in der Rheinischen Fachhochschule. Die abschließenden Kolloquien - mündliche Prüfungen - finden statt und an fünf Abenden werden die Absolventen in der »Wolkenburg« verabschiedet.

Einen Eindruck von der Festlichkeit und zugleich der Verbundenheit zwischen den Studierenden bzw. Absolventen und ihren Dozenten vermitteln die Aufnahmen, die Carsten Jezewski, Medienzentrum der RFH, an einigen der Abende drehte und die ich zu einem kurzen Videobeitrag zusammengefügt habe.

Premiere: die ersten Bachelor-Absolventen der RFH konnten ihre Urkunden entgegennehmen. Abschluss: »Bachelor of Arts«, Fach: Media Design.

Für mich war es eine besondere Ehre, an diesem Abend die Festrede halten zu dürfen, denn es wurden dreißig Absolventen des Fachs Mediendesign verabschiedet - diesen Diplomstudiengang hatte ich 2004 ins Leben gerufen und 2005, nach gründlichem Umbau in Didaktik und Struktur, als Bachelor-Studiengang zur Akkreditierung gebracht.

Eine »Case Study« aus meiner Wahlheimat Friesland bildete den Roten Faden der Festrede, die in dem Appell mündete, als Manager und »Leader« in komplexen Prozessen und Situationen nicht der Versuchung nach noch mehr Durchgriff und Kontrolle zu erliegen, sondern vielmehr sich zu öffnen und aus der Stärke des Studiertseins, der Erfahrung und des Vertrauens heraus so etwas wie eine »begrenzte Instabilität« zu wagen.

Der Film zeigt das dramatische Ereignis meines Fallbeispiels aus Marrum in Friesland.

Danke allen, die diesen unvergesslichen Abend möglich gemacht haben!

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456 | »Lernende Firma« nennt sich die niederländische Unternehmensberatung Kessels & Smit. Sie setzt auf echte Konsequenzen, zum Beispiel auf die Abschaffung des Managements. So berichtet »brand eins« in der Ausgabe 5/2008 mit dem spektakulären Titel »Dummheit gibt’s gratis.«

Vor gut einem Jahr konnte ich bei einem Workshop mit Prof. Dr. Joseph Kessels zusammenarbeiten. Seine Gedanken und Ansätze, von ihm selbst stets sehr zurückhaltend vorgetragen, überzeugten mich bereits damals.

Aus dem Brand eins - Beitrag von Peter Laudenbach:

Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, das Hierarchie durch Kooperation und Eigenverantwortung ersetzt. Und das anderen Firmen das Gleiche empfiehlt, denn es handelt sich um eine Unternehmensberatung. Stellen Sie sich zwei Gründer vor, die ihre gut gehende Firma an ihre Mitarbeiter verkaufen. Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, dessen Mitarbeiter sagen: “Für mich geht es vor allem um die persönliche Weiterentwicklung.” Sie können das laut sagen, weil ihre Kollegen das ebenso sehen. Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, in dem alle wissen, was alle anderen verdienen und die Sekretärinnen über ihr Gehalt mit entscheiden. Dieses Unternehmen heißt Kessels & Smit und ist gut im Geschäft.

Joseph Kessels ist ein kultivierter, sehr aufmerksamer Herr mit leiser Stimme und radikalen Ideen. Er und seine Partnerin Cora Smit haben die ungewöhnliche Beratung im niederländischen Utrecht vor drei Jahrzehnten gegründet. Seitdem setzen sie ihre Ideen vom hierarchiefreien Unternehmen in die Praxis um. Kessels: “Niemand kann hier eine Position einnehmen, von der aus er anderen etwas befehlen kann. So etwas wäre für mich unerträglich. Cora und ich sind die Gründer, nicht die Bosse.”

Die 40 Mitarbeiter in den Niederlanden und weitere 20 Kollegen in Dependancen in Belgien, Südafrika und Indien sind auf Personalentwicklung spezialisiert. Zu den Kunden zählen die niederländische Eisenbahn, der Bierbrauer Heineken, der französischamerikanische Telekom-Konzern Alcatel-Lucent, Krankenhäuser, Behörden und Ministerien, aber auch Schifffahrtsunternehmen in Indien oder Entwicklungshilfe-Organisationen in Südafrika. Über ihren Umsatz reden die Berater nicht gern. Er ist niedriger, als bei Unternehmensberatungen ihres Kalibers gewohnt, aber hoch genug, dass alle zufrieden sind.

Joseph Kessels lernte ich im April 2007 beim »Samenscholingsdag« der CHN Leeuwarden kennen, wir standen gemeinsam im Auditorium vor einigen hundert Dozenten und Mitarbeitern und stellten vor allem Fragen. Joseph ist nicht nur Consultant, sondern auch Professor für Human Resource Development an der Universität Twente.

Menschen wie er geben Impulse und Orientierung. Der Beitrag des führenden Wirtschaftsmagazins »brand eins« resümiert:

In der alten Arbeitswelt gibt sich die Organisation große Mühe, den Menschen als potenzielle Fehlerquelle und Restrisiko ungefährlich zu machen. Er soll auf seine pure Funktion reduziert werden. Er schrumpft zum willenlosen Werkzeug. Die Mittel dazu sind Kontrolle, Disziplin, Reglement.

Die Wissensökonomie kann mit willenlosen Werkzeugen wenig anfangen. Der eigene Wille, Eigeninitiative und Selbstverantwortung sind das Kostbarste, was die Mitarbeiter den Unternehmen geben können. Kessels & Smit zieht daraus die logische Konsequenz. Die Berater arbeiten an der Wiedereinführung des Menschen in die Organisation.

Die komplette Geschichte finden Sie hier. Lesenswert!

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Martin Gertler | 14. Juni 2008, 00:00 Uhr

455 | In Forschung und Entwicklung, in Unternehmen und ihrer Buchführung, in Produktion und Marketing, in den Prozessen von Organisationen lauert wie ein Schwarzes Loch die »Komplexität«. Sie ist der permanente Feind des ersehnten einfachen Prozesses und seines Managers.

Vielfältigkeit, Ambiguität, Verflechtung und Flussgeschwindigkeit sind die Indikatoren zur Wahrnehmung von Komplexität. (De)Komplexität ist das zentrale Thema der jüngsten »fginews« der Fischer Group International, die sich mit Fragen der Leadership (Führungsfähigkeit) beschäftigt.

Dr. Peter Fischer, einer der Leadership-Vordenker, die nicht Rezepturen der Vergangenheit wie Stufen, Treppengeländer und Zäune proklamieren, sondern nach Orientierungspunkten in einer sich zunehmend verändernden Organisationenwelt suchen, nimmt konsequent Abschied von alten Mustern, zum Beispiel von den »Kontrollillusionen«: »Es gibt eben nicht mehr für jedes Managementproblem eine (und schon gar keine einfache) Lösung. Manager werden sich vom schlichten Ursache-Wirkung-Denken und damit von bewährten Strategien der Problemlösung verabschieden müssen. Denn die traditionellen Managementansätze haben alle ein Ziel, das mittlerweile unzeitgemäß geworden ist: Sie wollen Durchgriff und Kontrolle.«

Wo aber Komplexität ist, sind Durchgriff und Kontrolle kaum noch möglich, geschweige denn hilfreich. Neue Ansätze sind daher gefragt - und in der Entwicklung.

Leider sind die »fginews« der Fischer Group International nicht am Kiosk erhältlich, aber immerhin über ihre Website auf Anfrage.

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454 | London Metropolitan Business School and the School of Graduate Studies, Stenden University of Applied Sciences Leeuwarden, proudly announce the successful validation of Master of Arts in International Events Management.

The validation took place in April in London. The validation panel consisted of senior academics from both Stenden University (formerly CHN) and London Metropolitan University, in addition to Nicoline van Straten.

Nicoline represented the industry in her capacity as Managing Director of The Live House, an events and communications agency, and as a principle of IDEA, the Independent Dutch Event Marketing Association; she is said to be very proud of the new programme.

“This is another innovative first for London Metropolitan University”, says Justin Lance, who conceived the curriculum and shall lead the delivery of the course. His comments relate to the launch in 2006 of MA Events Marketing Management, which has grown in two short years to become significant in terms of student recruitment. Early indications suggest that MA International Events Management shall follow a similar trend.

“We are recruiting for programme entry this September. At this early stage we have already made five confirmed offers of places to applicants from the UK, mainland Europe, and further a field; we even have interest from Australia.”

Although there are in excess of ten academic institutions in the UK offering a programme at this level, the launch of this curriculum represents a first for the Netherlands. Justin Lance is confident that the programme shall compete successfully. He is swift to point out how this truly international programme differentiates.

“Students spend their first semester of study in the Netherlands, at the Leeuwarden campus of Stenden University; they are taught in English. At the end of the semester, students are provided with an opportunity to visit Qatar on a ten-day field trip; then they travel to London for their second semester. Students can also undertake an internship within industry as part of their studies.”

The course is intended for those who have ambitions for a senior, strategic position within the events industry. The core curriculum concepts of Integrated Events Management and Events Experience Management shall develop the skills of future managers to deliver creative, innovative, sustainable business solutions.

Applications have been received from current students studying at Stenden University, recent graduates wishing to augment their training, and individuals who have experience within the events industry wishing to enhance their career opportunities.

For further information about the programme, or how to apply, contact Albert Postma, Programme Coordinator (Netherlands), Tel.: +31 - 58 - 244 1353. See also the website of the School of Graduate Studies.

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