140 | Semesterprojektarbeiten haben im Studiengang Mediendesign der RFH einen besonderen Platz, denn mit ihnen schaffen sich die Studierenden selbst die Werke, die sie für spätere Bewerbungen im Portfolio haben müssen. Daher ist die Professionalität in der Gestaltung, aber auch in der Wahl der Software ein unbestrittenes Muss.
Im Modul »Website-Authoring« fällt diese Wahl nicht leicht, denn es gibt frei verfügbare, kostenlose »Open-Source«-Programme, mit denen sich Redaktionssysteme - Content Management Systeme (CMS) - aufbauen lassen. Und das lockt die Studierenden, da sie in der Studienphase noch nicht über breite finanzielle Mittel verfügen.
Um dennoch eine professionelle Arbeitsumgebung zu erhalten, stellte der Marktführer auf dem Gebiet der kommerziellen CMS, Fa. Scholl in Kehl, für die zehn Projektgruppen die Lizenzen der neuen Software »Weblication Grid« kostenlos zur Verfügung. Damit können sie nun nicht nur im Medienzentrum, sondern auch von daheim und jedem Ort der Welt aus ihre Gestaltung realisieren.

Außerdem kam am 30. April Chefentwickler Achim Bartelt aus Kehl persönlich nach Köln, um von 11 bis 18 Uhr im Rahmen der Lehrveranstaltung meine einführende Vorlesung mit wertvollen Tipps und technischen Vertiefungen zu ergänzen. Richtig still wurde es im Mac-Labor, als er am Beispiel einer einfügbaren Web-Visitenkarte des Verfassers einer Webseite zeigte, wie man mit dem System binnen weniger Minuten eine kleine Webanwendung für individuelle Zwecke gestalten kann.
»Für uns als Entwickler der Software ist diese Zusammenarbeit mit der RFH sehr wertvoll, weil wir aus den zehn Projektgruppen ja auch vertieftes Feedback erhalten. Wir haben daher den Studierenden vollen Zugang und somit volle Teilhabe an unserem online geführten Entwicklerbereich gegeben«, berichtet Achim Bartelt. Der Wirtschaftsingenieur hatte selbst bis vor wenigen Jahren an der FH Offenburg studiert, wo er inzwischen auch Vorlesungen hält.
Seit drei Jahren hat er zusammen mit einem halben Dutzend weiteren Experten und unter größter Geheimhaltung die neue Software »Grid« entwickelt. Sie ist ein professionelles Web-CMS, das einem Baukasten gleicht, dessen Elemente aber nicht ein für allemal feststehen.

Die Seitengestaltung arbeitet mit Elementen, die leicht konfigurierbar und dank Ajax-Technologie beliebig überall hin verschiebbar sind. Weblication Grid verwendet nicht mehr Perl, sondern XSLT und PHP und ist damit auf dem neuesten Stand der Webtechnologie.
Mir als Modulverantwortlichem liegt sehr daran, dass wir nicht auf dem Stand von neulich, auch nicht auf dem Stand von heute, sondern von morgen mit den Studierenden ihre Designaufgaben angehen können. Dieser Kurs findet im dritten von sechs Semestern statt – in anderthalb Jahren ist die Web-Welt schon wieder weiter. Web 2.0 ist daher für uns heute Pflicht, und Hersteller Scholl hat uns zugesagt, diese Vorgabe tatkräftig zu unterstützen beim täglichen Weiterbau an der Software.
Tatsächlich werden die Studierenden mehrmals täglich beim Einloggen in ihre Systeme von einer Aktualisierungsmeldung begrüßt. Die Updates erfolgen nach zwei Mausklicks automatisch, vom Herstellerserver zum Projektserver.
Mit Faszination beteiligten sich die Studierenden an diesem spannenden Workshop. »So etwas habe ich noch nie gesehen!«, sagte einer, der zuvor ein frei verfügbares CMS getestet hatte. Nun kommt es auf die Kreativität der Gruppen an, mit diesem Instrument faszinierende Web-Projekte zu gestalten!
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Daher reisten zwei hochrangige Vertreter der 

Will jemand beispielsweise ein Formular einrichten und konfigurieren, ist das binnen weniger Sekunden möglich. Das Formular-Weblic bietet dazu bereits mehrere Erscheinungsformen an, vom einfachen Anfrageformular mit Spamschutz (User müssen Zahlen und Buchstaben aus einem Zufallsbild eingeben, um das Formular absenden zu können) bis hin zum Bestellformular mit zahlreichen Eingabefeldern. Es dauert nur ein paar Minuten, schon ist das Formular für individuelle Zwecke eingerichtet. 

