Martin Gertler | 12. April 2007, 00:12 Uhr

123 | Auch wenn das Wasser schon mal etwas aufgewühlt sein mag: der Kurs der CHN steht momentan fest. Und darum verlässt der Lotse Ginus Geersing, 61 Jahre alt, mit einem guten Gefühl seinen Platz auf der Brücke, wo er das Schiff CHN durch manche raue See geleitete.

Seit 1988 war er als Mitglied des obersten Gremiums der Hochschule, des Aufsichtsrats – so etwas Sinnvolles und Wichtiges gibt es bei der CHN! –, stark engagiert und kümmerte sich um das Wohl der Hochschule. Zuvor saß er bereits in der Leitung der Universität Groningen. Bei der CHN startete er als Finanzverwalter, als »Schatzmeister«. Später machte der studierte Betriebswirtschaftler Karriere in der Energie- und Abfallwirtschaft.

Ständige Wechsel in der CHN-Leitung führten dazu, dass er immer wieder neu in den Aufsichtsrat berufen wurde – er sorgte für Kontinuität. Nun kann er zufrieden feststellen, dass seine Hochschule bereits mehr als 7.000 Studenten zählt und stetig weiter wächst. Was ihn dabei beruhigt Abschied von seinem »Job« im Aufsichtsrat nehmen lässt, ist die gefestigte Internationalität des Hauses. »Die Internationalität der CHN steht da wie ein Deich! Das wird sowohl hierzulande als auch international wahrgenommen, daran besteht kein Zweifel mehr.«

Ginus Geersing gibt dem Vorstand – Robert Veenstra und Klaas-Wybo van der Hoek – auch einiges mit auf den Weg: »Eine Hochschule ist kein privates Unternehmen, bei dem nur der Gewinn ausschlaggebend ist. Letztlich bestimmt das Ergebnis der Lehre die Bilanz. Und die Dozenten haben dabei einen zentralen Platz.«

Seit Mitte März wurde das große Auditorium – Audimax der CHN – nach Marchienes Geersing (so sein voller Name) benannt, als Dank für jahrzehntelangen Einsatz für die Hochschule.

Der scheidende Aufsichtsrat saß mir gegenüber, als ich am 8. Januar zum Neujahrstrommeln nach Leeuwarden gefahren war und als »Quartiermacher« der zu gründenden Universität Friesland öffentlich vorgestellt wurde. Er sieht auch für eine »binneneuropäische Internationalität« der CHN gute Chancen: in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch darin bin ich gern seiner Meinung!

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