167 | American soldier exposes US policy in Iraq:

by Yoryevrah
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166 | Es gibt einen neuen Ansatz, bei dem die Studierenden nicht länger unnötigen Ballast büffeln müssen, sondern ihre Energie und Zeit in Fächer und Themen investieren können, die ihnen tatsächlich bisher fehlten und die sie wirklich brauchen.

Die Besonderheiten der »Rushmore University« sind bemerkenswert. Dr. Michael Cox hatte sie 1996 gegründet. Dieses Vorhaben steht nun vor einer entscheidenden Weiterentwicklung.

Die ungewöhnliche Universität wendet bereits seit zehn Jahren ihre eigene Version der berühmten »Oxford Tutorial Method« an: dort trifft man wöchentlich seinen Tutor, der jedesmal schriftlich die Basis für die Diskussion der nächsten Woche definiert. Die Tutoren verfügen über besondere bibliographische Leistungen; von den Studenten wird erwartet, dass sie jeweils einen Aufsatz schreiben, in dem sie ihr Verständnis der zu behandelnden Themen nachweisen und eine praxisorientierte Kritik der Themen zu Papier bringen.

Die Professoren von »Rushmore« arbeiten ähnlich. Sie stellen aktuell orientierte Aufgaben und begleiten online und ganz individuell die Studenten bis zur Fertigstellung ihrer schriftlichen Ausarbeitung, um danach eine gründliche Prüfung und Bewertung vornehmen zu können.

Nicht nur die Betreuung, sondern auch das Curriculum selbst verläuft weitgehend individualisiert. Nach einigen Grundmodulen werden speziell auf die Weiterbildungsbedürfnisse des einzelnen Studenten ausgerichtete Studienarbeiten auferlegt, geprüft und evaluiert. Das komplette Studium erfolgt online, also über Mailkontakte und Datei-Austausch. Jeder Student muss über all die Jahre seines Studiums ein Online-Tagebuch führen, das sowohl für die Professoren als auch öffentlich einsehbar ist.

Die »Rushmore University« bereitet jetzt überraschend ihre behördliche Anerkennung vor. Damit verlässt die Universität den bisherigen Status der gewollten absoluten Unabhängigkeit, um auf diese Weise ihren Absolventen eine breitere Akzeptanz ihrer Abschlüsse und Titel zu sichern.

»Wir werden aber keinesfalls unsere individuell ausgerichtete Didaktik aufgeben, das haben wir im Vorfeld bereits sicherstellen können«, versicherte der Dean of Graduate Studies, Prof. Alan Guinn, auf Nachfrage.

Werden virtuelle Umgebungen, gar »Räume« zum Einsatz kommen, wie Second Life? Dazu Prof. Guinn: «Künftig werden Spielumgebungen solcher Art, zumindest für eine bestimmte Klientel, vielleicht sogar für ein effektives Lernen notwendig sein. Wir müssen uns möglicherweise darauf einstellen.«

Gute Aussichten auf offizielle Zulassung

Die erwartete internationale Anerkennung bedeutet eine gute Nachricht für alle, die im deutschsprachigen Raum bereits einen Abschluss dieser ungewöhnlichen Universität erlangten, ihn aber bislang nicht führen konnten. Denn Rushmore arbeitet ausschließlich via Distance Learning, über Internet, mit den Studierenden und konnte aufgrund dieser ungewöhnlichen Vorgehensweise keine Akkreditierung und staatliche Zulassung erlangen, denn diese fußen bislang stets auf der Begutachtung von Ressourcen (Räumen, fest angestelltem Personal, Bibliothek). Die womöglich kostbarere Rundum-Verfügbarkeit von Bibliotheken und Professorensprechzeiten via Internet ist in solchen Pflichtenheften nicht vorgesehen.

Die in Bälde zu erwartende international gültige Anerkennung wird dieses Problem lösen und der ständig ungeprüft nachgeplapperte Vorwurf, es handele sich bei der Rushmore Universität um eine »diploma mill«, wird damit vom Tisch sein.

In Zukunft wird es im Rheinland möglicherweise auch eine Kontaktstelle für Interessierte und Studenten speziell aus den deutschsprachigen Ländern geben.

PLUS: Das einzigartige Studienkonzept mit individuell zugeschnittenen Studienverläufen kann dazu dienen, ein Maximum an Lernerfolg zu erreichen.

MINUS: Derzeit sind die Abschlüsse von Rushmore noch nicht in allen Ländern Europas führbar. (Die angestrebte Anerkennung wird dieses Manko aber beseitigen.)

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165 | Eine Spurensuche in mehreren Folgen. Heute: »Universities«.

Gern wird immer wieder behauptet, dass ja schon mehr als 80 Universitäten ihre Dependancen in Second Life eröffnet hätten. (Also muss man als Hochschule doch auch dabei sein.)

Was ist dran an dieser Mär? Immerhin 61 Ergebnisse zeigt das Suchfenster des Online-Spiels:

Das sieht nur auf den ersten Blick nach »Universitäten« aus. Die »akademische Einrichtung« zeigt sich beim Besuch meines Muskelmännchens dann auch gleich von einer ganz anderen Seite:

Hier kann man all den Geschäften nachgehen, die einem im First Life nicht vergönnt sind.

Nicht nur die Namen, sondern auch die Beschreibungen der »Universitäten« zeigen dem lesekundigen Besucher – auch Muskelmännchen durfte Lesen lernen – den Weg der Erkenntnis…:

Aha, hier lernt man also alles Wichtige fürs Second Life. Und da selbiges ja nur ein elektronisches Puppenspiel ist, erscheint es gelistet unter »Universitäten«.

Sehr positiv ist der Eindruck, den Anna aus Darmstadt von der »Rockcliffe University« hat.

Allerdings hat Anna das penetrante Wiehern eines virtuellen Pferdes davon abgehalten, einen kompletten Rundgang durch diese »Universität« zu machen. Muskelmännchens Eindruck: hier wurde, dem Namen des Campus entsprechend, offenbar amerikanisch eingerichtet, also nicht in jener zeitgemäßen Architekturströmung des Westens, ganz puristisch Glas und Beton und Stahl zusammenzuschrauben, auf dass der Mensch sich nicht wohlfühle in solchen Gebilden. Die »Rockcliffe University« hat durch ihre Kombinationen schon ihren Reiz.

Also schaut Muskelmännchen sich ein wenig um und findet dann im Airport-Terminal-Look gelistete Lehrangebote:

Whow! Da scheint ja Tag für Tag studiert zu werden. Doch Muskelmännchen vergeht das Staunen schnell: diese Ami-Look-Nummer bietet in deutscher Sprache wenig Lernenswertes an:

  • Typgerechte Farben
  • Baggern – Flirten
  • Bluete fuers Haar
  • Schmuck Fortg.
  • Selbstverteidigung

Tolle »Universität«…! :-(

Die Liste der 61 Universities ist voll des Unsinns, wie ihn sich nur Spielkinder ausdenken können:

McMaster bietet offenbar Postgraduales wie der Massenfütterer seine Burger im getoasteten Brötchen an, und die Elumenata lockt als Traumschlösschen.



Nun denn. Das Wenigste von dem, was in diesem Spiel »Universität« genannt und entsprechend gelistet wird, stammt also von realen Unis.

Warum sollte es auch anders sein?

(Alle Bilder vom 12. und 22.4.2007)


Zuvor besucht:

  • RFH Köln. Da bekanntlich die im Glaspalast präsentierte Bildungseinrichtung im Ersten Leben keine Erste-Hilfe-Kurse anbietet, kein Kindergarten ist, keine Waffen ausstellt und auch nicht mit schwarz-rot-goldenen Fahnen schwenkt, bleibt unverständlich, warum hier ihr Logo prangt.
  • Hochschulen in den Niederlanden. In dieser Spielsoftware prunken sie mit monumentalen und nicht einladenden Phantasiegebilden. Es gibt keinen Grund, sie anzusteuern.
  • FH Darmstadt. Wer sie im Zweiten Leben antreffen will, landet bloß auf einer kleinen Insel und steht da rum wie ein begossener Pudel. Recht geschehen!
  • FHM Bielefeld. Sie tritt in Second Life mit einer modernen Villa in einem karibischen Urlaubsambiente auf. Ihr Auftritt wirkt schick, nicht verwirrt. Es geht dabei offensichtlich um ein virtuelles Begegnungs- und Beratungszentrum.



Second Life in den News

net-tribune.de – Unternehmen laufen Second Life-Hype blind hinterher
Marketing-Börse – Alles nur Lug und Trug?
Barebonecenter – Konkurrenz für Second Life? Electronic Arts kooperiert mit Endemol
Handelsblatt – Netz-Nostalgiker
Rheinische Post – Experte: »Virtueller« Kindesmissbrauch senkt Hemmschwelle

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164 | Einen »Tag der Offenen Tür« können Interessenten für ein Bachelor- oder Masterstudium am 8. Juni in der friesischen Hauptstadt Leeuwarden wahrnehmen.

Die Zeiten sind insbesondere für die Informationen zu den Masterstudiengängen auch für Berufstätige passend gestaltet:

Weitere Informationen gibt es online:

Herzlich willkommen!

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Martin Gertler | , 00:02 Uhr

163 | An Abiturienten und Schüler mit Fachhochschulreife, die einen Einstieg in die kreative Arbeitswelt der Medienbranche planen, richtet sich der Bachelor Studiengang Mediendesign. Zu einem Informationsabend lädt die Rheinische Fachhochschule Köln (RFH) ein: Freitag, 25. Mai, 18:00 Uhr, Medienzentrum, Weyerstraße 41, 50676 Köln, Raum W-103.

Die Professoren stellen den seit 2005 akkreditierten, staatlich genehmigten Bachelor-Studiengang vor und zeigen das hochschuleigene moderne Medienzentrum für Video-, Audio- und Printproduktionen.

Mediendesigner erlernen technische, manuelle und kreativ-gestalterische Fähigkeiten in Kombination mit Inhalten aus der Kommunikationsforschung, Psychologie, Betriebswirtschaft, Kunst- und Kulturgeschichte und anderen wissenschaftlichen Gebieten. Während ihrer gestalterisch-wissenschaftlichen Ausbildung konzentrieren sie sich auf die elektronischen Mediensysteme und setzen verschiedene Kommunikationsvorhaben multimedial um.

Mediendesigner können in Werbeagenturen, Designstudios, Werbeabteilungen von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie in der Messe- und Ausstellungsgestaltung arbeiten. Sie üben Tätigkeiten in den Medien, in Wissenschaft und Forschung oder im Verlagswesen aus. Auch Verwaltungen und kulturelle Einrichtungen wie zum Beispiel Museen oder Theater stellen Aufgabengebiete für Mediendesigner dar.

Das kostenpflichtige Studium startet im September und im März. Weitere Informationen gibt es bei der Studienberatung der RFH, Peter Nell, Tel. 0221/20 30-228 und auf der Homepage.

Dieses Angebot ist etwas fürs First Life, nicht fürs Second Life! ;-)

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162 | Eine Spurensuche in mehreren Folgen. Heute: RFH Köln.

Sowohl die RFH als auch ein in Sachen Second Life sehr aktiver freier Mitarbeiter der privaten Kölner Hochschule trommeln seit Monaten in unermüdlicher Folge mit Online-Meldungen für eine Präsenz in Second Life, in der auch sogenannte »Vorlesungen« angeboten werden.

Die Suche nach “rfh” ergibt jedoch keinen Hinweis, wie bei den vorherigen Suchen nach Hochschul-Präsenzen in diesem Online-Spiel, auf eine RFH-Präsenz, sondern auf ein »Erste Hilfe Tutorial« – was soll das sein?

Ein Tutorial ist normalerweise ein von einem Tutor begleiteter Kurs, der Schritt für Schritt und systematisch in etwas einführt. Folglich ist jenes »Erste Hilfe Tutorial« so etwas, das Fahrschüler absolvieren müssen, also ein Kurs für Erste Hilfe, die man in Notfällen zu leisten hat? Werden dort die Stabile Seitenlage und die Mund-zu-Mund-Beatmung geübt?

Offenbar hat die Texte jemand verfasst, der Deutsch als Fremdsprache kennt, selbst aber aus einem anderen Sprachraum stammt:

  • Dieses »Erste Hilfe Tutorial« könnte allenfalls »Erste-Hilfe-Tutorial« heißen, da es – anders als im Englischen – im Deutschen kein Nebeneinander von separaten Hauptwörtern gibt, sondern nur die Zusammenschreibung oder eine Verbindung durch Bindestriche (es heißt ja auch nicht »Curry Wurst«, »Straßen Belag« oder »Medien Wirtschaft«).
  • Auch gemäß neuester Rechtschreibung werden Hauptwörter noch groß geschrieben: »Tipps in Deutsch« müsste es richtig heißen.
  • »Multimedia Studenten« – Rechtschreibung: siehe oben.
  • Dass dann auch noch ein »der« zwischen Medienwirtschaft und RFH fehlt, verschleiert den Genetiv.

Der geneigte Besucher fragt sich nach dem Lesen und Betrachten erstaunt, warum diese Übersicht zwar in gebrochener Sprache, aber in ihren Farben so deutschtümelnd daherkommt, mit einem Verlauf in den Farben schwarz-rot-gold.

Und warum geht es in den aufgezählten Themen auch um Waffen? Braucht man die, wenn man Medienwirtschaft an der RFH studiert?

Muskelmännchen zieht los und steht unversehens vor einem Glaspalast, an dem das Logo der RFH prangt.

Im Inneren dieses Palastes, dessen Türen leider nicht offenstehen wie bei anderen virtuellen Hochschulpräsenzen in Second Life, trifft er auf Mutationen, mit denen ein unbefangener Besucher nicht rechnen würde. Avatare mit Flügeln und anderen tierhaften Anmutungen tauchen auf und hängen mitunter minutenlang, wie unter Drogen, wankend im Raum herum.

Das Bild zeigt übrigens, da es nicht skaliert wurde, den Charm der Grafik dieses seltsamen Spiels. Sie erinnert eher an Atari im letzten Jahrtausend als an Auflösungen und Farbtiefen des Jahres 2007…

Immerhin, hier ist mal wer! Das Trommeln hat sich gelohnt: während bei den anderen Präsenzen gähnende Leere herrscht, erwarten Muskelmännchen allerlei Gestalten. Sie müssen ihm ja nicht gefallen, aber sie stehen wenigstens nur herum, stellen nicht gleich lästige Fragen.

Und nicht nur das: Es gibt auch eine Menge zu bestaunen. Denn anders als bei der Präsenz der FHM geht es hier offensichtlich nicht so sehr um Beraten und Treffen, sondern um »Vorlesungen« und ferner um ratlos machende Effekte.

Welch ein Auditorium! Whowww…. Da drüben hält der Erbauer also seine »Vorlesungen«, sprich sein deutsches Tutorial in Erster Hilfe.

Eine wirklich akademische Vorlesung, wie man sie an Hochschulen im First Life erwarten darf, ist es denn auch wirklich nicht, wie jeder merkt, der sich die Zeit nimmt, die mitunter stundenlangen Sessions nachzuverfolgen, etwa diese:

    Mehr als eine Stunde lang wurde am 17. Mai (Christi Himmelfahrt) mit dem seitens der ausführenden Agentur Zuständigen über die Second-Life-Präsenz des prominenten und gut betuchten Herrn Calmund geredet. Die immerhin rund 32 »anwesenden« User erfuhren ohne Not jedes noch so kleine Detail über den Bau einer Insel, die nun auch noch ein Delphinbecken erhalten solle und zu der im übrigen für ein volles Jahr vorgeplante Aktionen bestünden, etc.

    Mehrmalige Nachfragen von Usern nach dem Grund für all diese Aktivitäten wurden ihrer Grundsätzlichkeit beraubt und als rein operationale Fragen etwa zum Investment beantwortet.

Nur positives Berichten über geldbringende Aktionen einer Agentur, keine Analyse, keine kritische Diskussion. Ist das Hochschule a la Köln heute, ist das die RFH?

Fragen über Fragen. Warum muss dieses ablenkende Bild da rechts im »Hörsaal« prangen? Mädel vor dem Spiegel, beim »Schönmachen« – ein Hinweis auf die stets notwendige Maske vor der Fernsehaufzeichnung? Nein, wohl auch nicht, denn dafür stünde eher das Pudern des Gesichts als das Bemalen der Lippen.

Da schau her, so entstehen Rätsel, die den aufmerksamen Avatar sicherlich ruckzuck ablenken bei der »Vorlesung«.

Die Fragen nehmen kein Ende beim Besuch dieser seltsamen Präsenz im Online-Spiel Second Life:

Welche Aussage trifft die nach einem Dollarzeichen greifende Handskulpktur in dieser Präsenz, die einer Hochschule gewidmet ist? Will der Erbauer so die Werte des Hauses wiedergeben? Und was bedeutet das gelangweilte »Ja und?«…?…

Das einzige anzutreffende Buch wird dort mit einer hektischen Laufschrift zitiert, die die Aussage »bla bla« trifft. Oh Mann, und Muskelmännchen dachte eben noch, es ginge hier um irgendwas mit Hochschule oder so.

Nochmal eine Deutsch-Infusion. Flagge zeigen?!?

Die WM ist doch schon längst vergessen… aber echte Fußballer hängen nun mal sehr an ihren Fähnchen.

Seltsamerweise taucht plötzlich diese Schrift über der Fahne auf:

Muskelmännchen ist nun völlig ratlos. Warum werden die Deutschen vermisst? Was soll eigentlich das ganze Deutschtümeln im Kontext der RFH?

Er fühlt sich allmählich unbehaglich. Der Hörsaalaufbau ist längst vergessen angesichts des Klimbims drumherum:

Betrachtet er das Szenario von links nach rechts, dann sieht er ein Spielzeugauto auf einem kreisrunden Geleise herumsausen, in der Mitte ist eine riesige Pistole in einem ebenfalls kreisrunden Loch aufgehängt und das kreisrunde Schild rechts deutet vermutlich auf einen Verkehrskindergarten.

Muskelmännchen kann nicht erkennen, warum das alles in einem virtuellen Gebäude mit der Aufgabe, für Erste-Hilfe-Maßnahmen auszubilden, und mit dem RFH-Logo daran seinen Platz haben sollte, und verzieht sich mit einem Kopfschütteln. Seit wann ist eine Hochschule ein Kindergarten?

Beim Weggehen wirft er noch schnell ein Blick auf die Tafeln des Erbauers des seltsamen Palastes der vielen Rätsel. Dort geht es um den Gebrauch des multimedialen Spiels.

Da bekanntlich die mit dieser Präsenz präsentierte RFH im Ersten Leben keine Erste-Hilfe-Kurse anbietet, kein Kindergarten ist, keine Waffen ausstellt und auch nicht mit schwarz-rot-goldenen Fahnen schwenkt, muss man sich fragen, warum hier ihr Logo prangt.

Es vermischen sich verschiedene Interessen – ein deutsches Tutorial (vermutlich ist gemeint: für die Nutzung von Second Life) wäre eher die Sache des Softwareanbieters selbst als die einer neutralen Hochschule – zu einem Gefüge, das nach Kindergarten aussieht und für die referenzierte Hochschule nicht die notwendige Seriosität bewahrt.

Zudem ist es nun einmal ohnehin nicht die Aufgabe einer Hochschule, Studenten mit Tutorials beizubringen, wie sie in einem Online-Spiel Erste Hilfe leisten können oder überhaupt mit einer bestimmten Software umgehen sollten, sondern sie zur kritischen und kompetenten Auseinandersetzung mit Sachverhalten, Kampagnen und Strategien zu bringen.

(Alle Bilder vom 12.4.2007)


Zuvor besucht:

  • Hochschulen in den Niederlanden. In dieser Spielsoftware prunken sie mit monumentalen und nicht einladenden Phantasiegebilden. Es gibt keinen Grund, sie anzusteuern.
  • FH Darmstadt. Wer sie im Zweiten Leben antreffen will, landet bloß auf einer kleinen Insel und steht da rum wie ein begossener Pudel. Recht geschehen!
  • FHM Bielefeld. Sie tritt in Second Life mit einer modernen Villa in einem karibischen Urlaubsambiente auf. Ihr Auftritt wirkt schick, nicht verwirrt. Es geht dabei offensichtlich um ein virtuelles Begegnungs- und Beratungszentrum.



Second Life in den News

net-tribune.de – Unternehmen laufen Second Life-Hype blind hinterher
Marketing-Börse – Alles nur Lug und Trug?
Barebonecenter – Konkurrenz für Second Life? Electronic Arts kooperiert mit Endemol
Handelsblatt – Netz-Nostalgiker
Rheinische Post – Experte: »Virtueller« Kindesmissbrauch senkt Hemmschwelle

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