237 | Viele Absolventen der Medienwirtschaft und der BWL sehen sich im harten Wettbewerb um die begrenzten, wirklich interessanten Stellenangebote. Wer sich jetzt nach einem wirtschaftsorientierten FH- oder Uni-Diplom für den wachsenden Markt der Dienstleistungen und Medien vertiefend spezialisieren und weiterbilden will, kann bei uns an der »School of Graduate Studies« der CHN University in Leeuwarden (Niederlande) binnen ein oder zwei Jahren einen doppelten Masterabschluss anstreben.

In Leeuwarden gibt es international ausgerichtete Masterstudiengänge, die sowohl einen FH-Abschluss als auch einen wissenschaftlichen Uni-Abschluss Master of Arts beinhalten. Diese einzigartige Kombination kann die CHN in der friesischen Hauptstadt durch ihre langjährige Kooperation mit der London Metropolitan University verwirklichen. Die Absolventen erhalten daher zwei Mastertitel: einen von der CHN und einen von der LondonMet.

Die beiden Varianten »full-time« und »part-time« des Masterstudiengangs »International Service Management« locken immer mehr Interessenten aus aller Welt nach Holland. Denn bei den CHN-Masterprogrammen geht es darum, die Führungskompetenz zu stärken. Immer mehr zeigt sich, dass Wirtschaftswissen und auch Erfahrung mit Wirtschaftprozessen nicht ausreichen, um als Führungskraft Karriere zu machen. Persönliche Kompetenzen müssen entwickelt werden und sie müssen sich in die Systeme der dienstleistenden Unternehmen und des Marktes einbringen können. Dafür müssen beide Komponenten tiefer erkannt und konsequent verstärkt werden: die Persönlichkeit des Leitenden und die Beziehungsfelder nicht nur seines Betriebes, sondern auch seines Marktes, regional und international.

Kernmodule bilden dafür die Basis: Funktionen der Dienstleistungsgesellschaft, persönliche Wertschöpfung, Werte der Märkte, Strategien der Nachhaltigkeit, Forschungsdesign. Als Wahlmodule werden Themen wie Wissensmanagement, Kompetenz am Arbeitsplatz, Interkulturelles HRM und weitere angeboten. Darüber hinaus gehören natürlich marktspezifische Module dazu und die Erstellung einer Masterthesis, Dissertation genannt.

Auch in dieser kompetenzgerichteten Ausrichtung sind die CHN-Masterprogramme ein einzigartiges Angebot. Wir setzen dafür nur Top-Dozenten ein, die sowohl den Bezug zum Berufsfeld sicherstellen als auch den notwendigen akademischen Background haben. Nicht nur die Studienprogramme, sondern auch unsere Dozenten und Standorte sind doppelt validiert, durch das niederländische Akkreditierungssystem NVAO und die britische Akkreditierung.

Klaes Eringa leitet den doppelt akkreditierten Master-Studiengang zum »Master of Arts International Service Management« und lädt alle Interessenten zur Kontaktaufnahme ein.

Zum Start des neuen Studienjahres im September sind noch einige Studienplätze zu vergeben. Die Anmeldefrist ist zwar eigentlich schon abgelaufen; für Nachzügler hält die School of Graduate Studies aber ein besonderes Bonbon bereit: die Auswahlkommission kann aufgrund guter Vorzensuren des vorherigen Diplom- oder Bachelorstudiums und eines fundierten »Letter of Motivation« eine Bewerbung mit einem Stipendium der Hochschule versehen. In diesem Falle reduzieren sich die Studiengebühren von Euro 9.500 auf Euro 7.250 (für das kpl. Studium). Die für die Module benötigten wissenschaftlichen Basiswerke sowie Exkursionskosten sind inbegriffen. Das Studienprogramm wird englischsprachig durchgeführt.

Dieses weiterbildende Studienangebot ist besonders für FH-Diplomanden / FH-Bachelor-Absolventen interessant, weil sie ohne zusätzliche Aufhol-Semester direkt einen wissenschaftlichen Master-Abschluss anstreben können. Danach steht auch ihnen der Weg zur Promotion offen.

Weitere Informationen:

School of Graduate Studies - http://www.ufio.eu

Mailkontakt - masters@chn.nl

 Podcast: School of Graduate Studies, CHN Leeuwarden

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236 | Trotz der Sommerferien erreichen mich erste Mails mit Fragen. Was hat sich geändert? Warum lebst Du nun in Holland? Was willst Du dort an der CHN? Warum das internationale Netzwerk?

Ich versuche, eine einigermaßen kurze Version dieser langen Geschichte zu formulieren…

Aufbruch – von Fachhochschule zur »New University«

An der CHN, University of Professional Education, NL - Leeuwarden, kümmere ich mich ab dem Wintersemester dieses Jahres nun hauptberuflich um den Ausbau der FH zur Uni.

Diesen Weg ging übrigens Großbritannien bereits im Jahr 1992, als dort alle FHs – »Polytechnics« – zu »New Universities« wurden. Je nach Aufgaben und Qualifikation der Lehrenden und Forschenden kam dann auch das Promotionsrecht auf die Fachbereiche zu.

Die Ausweitung einer Fachhochschule zur Hochschule mit universitärem Forschungs- und Promotionsrecht ist somit keine verrückte Idee, sondern kennt Vorbilder. Ein jüngstes Beispiel ist etwa die Entwicklung der Steinbeis-Hochschule (Berlin), die als FH startete und inzwischen in einigen ihrer Institute Promotionsrecht hat.

Es geht also – und auch wir werden unseren Weg gehen.

Wir sind dazu bereits aufgebrochen.

Wer aufbricht, bricht seine alten Strukturen auf, um ein Mehr, um Neues und Besseres zu schaffen…

»Academic Affairs«

Zu meinem Tagesgeschäft gehören

  1. die akademische Leitung des neuen wissenschaftlich orientierten Zusatzprogramms der Bachelor-Studiengänge namens »Honours«,
  2. die Leitung der »School of Graduate Studies« mit ihren bislang vier international renommierten Masterstudiengängen,
  3. der weitere Ausbau des Master-Angebots,
  4. die Koordination der inzwischen acht CHN-Lehrstühle samt ihren Forschungsgruppen (»Lectoraten«),
  5. der Aufbau und die Einführung von Promotionsstudiengängen, mit denen wir ab 2008 starten wollen.

Gern werde ich künftig auch an dieser Stelle über Details und Fortschritte in den genannten Bereichen berichten.

»Academic Transfer«

Dazu passend habe ich mir weitere akademische Tätigkeitsfelder abgesteckt, die meiner Kernaufgabe, die CHN zur »Universiteit Friesland« weiterzuentwickeln, auf verschiedene Weise zugute kommen:

  1. An der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH), University of Applied Sciences, arbeite ich mit reduziertem Umfang weiter als Professor für Medientheorie und -produktion, in der Lehre und der Betreuung von Diplomanden und Bachelor-Kandidaten. Kommunikations- und Medientheorie bilden meinen Schwerpunkt im kommenden Wintersemester; nachfolgend werde ich mich auf die Begleitung der Produktion von audio-visuellen Studienprojekten konzentrieren. In diesen Bereichen ist es für mich wie auch meinen Nachfolger in der Leitung des Studiengangs, Stefan Ludwigs, ein besonderes Anliegen, die Brücken zu den Wissenschaften im allgemeinen und besonders zur Kommunikationswissenschaft in dem naturgemäß stark angewandt orientierten Studiengang »Mediendesign« zu erhalten und zu stärken. Je mehr die Studenten imstande sind, Abstraktionen aus der Wissenschaft in ihren Konzeptionen zu nutzen, umso mehr beweisen sie sich als das, was sie werden wollen: »Architekten der medialen Kommunikation«.

      Transferleistung zur CHN: Verzahnung der Praxisorientierung mit einer grundlegend orientierten Wissenschaft und Entwicklung von Möglichkeiten zur Verbindung zwischen angewandter und grundlegender Forschung im konkreten Studienfeld.
  2. Ein didaktisches Versuchsfeld bietet mir die kleine, völlig unabhängig agierende Rushmore University: Anhand ihrer Online-Variante der alten Oxford Tutorial Method kann ich mein Spektrum an Lehrmethoden erweitern, einigen internationalen Medienstudenten, die distance learning eigenständig arbeiten müssen, auf ihrem Weg beistehen und mit einer rein online angelegten Lehre eigene Erfahrungen sammeln. Mich interessiert dabei vor allem, wie das, was wir als ein Ziel des Bologna-Prozesses erkennen – die Orientierung auf ein nachweisbares »learning outcome« – mit dieser Methode erreicht werden kann. (Aufgrund ihrer Didaktik könnte diese kleine unabhängige Uni, die einige Neider fälschlicherweise als »diploma mill« verunglimpfen, nicht eine übliche – auf Standards wie fest angestelltes Personal und Lehrräume und Bibliotheken orientierte – Akkreditierung erlangen. Dennoch und vielleicht sogar gerade deswegen ist ihr viel Eigenständigkeit und Energie forderndes Studienangebot der Mühe wert; das dachte man sich auch bei der Unesco und lässt daher derzeit einige Mitarbeiter probeweise studieren, zur Vorbereitung einer institutionellen Akkreditierung.)
      Transferleistung zur CHN: Ermittlung des Lernfaktors bei einem zu 100 % online verlaufenden Studienangebot, um daraus Schlüsse für eine »distance learning«-Methodik im Hinblick auf die weitere Internationalisierung der CHN ziehen zu können.
  3. In meiner Heimatstadt Münster bleibe ich zudem der PTH University for Philosophy and Theology verbunden und engagiere mich dort für die Perspektivenerweiterung in den Bereichen der Liturgiewissenschaft und der Empirischen Theologie, mit Bezügen zur klassischen Kommunikationswissenschaft.
      Transferleistung zur CHN: Systematisierung einer klassischen interdiszipinären Vorgehensweise für forschungsrelevante Felder.

Blick nach vorn

Anders sind für mich selbst, gegenüber bisher, die Internationalität und die Diversifizierung, die meine Aufgaben und die Rolle als Professor deutlich verändern. Ich bin herausgefordert, neue Kooperations- und Studienformen zu entwickeln, um das Haus CHN zu einem Ort sowohl der praxisbezogenen als auch der wissenschaftsorientierten Forschung und Lehre zu erweitern und zu stärken.

All das gilt es durch eine ständige kontrollierte Grenzüberschreitung zu realisieren, die hoffentlich einen Beitrag dazu leisten wird, dass eines Tages in den Niederlanden und europaweit ein offeneres Hochschulsystem wächst, das sich nicht mehr auf drei Säulen (Uni, Kunst- und Fachhochschule) beschränken muss, sondern eine größere Vielfalt an Möglichkeiten kennt und den konkreten Angebote der jeweiligen Einrichtungen durch eine neue, transparente Klassifizierung Rechnung trägt.

Die Grundlagen dazu hatte der Verbindungsmann der niederländischen Hochschulen zur EU in Brüssel, Frans van Vught, bereits skizziert; in Leeuwarden wollen wir zu ihrer Umsetzung gern beitragen.

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Martin Gertler | 26. Juli 2007, 12:59 Uhr

235 | »Reif für die Insel!« – so der Name meiner ureigenen Dokusoap. Heute konnte ich auf dem sandigen Eiland mit Sack und Pack Einzug halten.

Es war schon ein ganz anderer Umzug als jeder zuvor: Ich bin erstmals echt »ausgewandert«.

Und meine Hemden und Anzüge haben einen neuen Platz bekommen. Alles ist nun anders.

Danke, dass Ihr im Vorfeld so gut beigetragen habt!

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234 | Ob Schorsch Dabbeljuh nun wirklich abtreten muss, ist plötzlich ungewiss; »Abu Omar Baghdadi« ist offenbar eine Erfindung und schauspielerische Leistung; und wer in Amiland gegen den Irak-Krieg ist, muss damit rechnen, dass sein ganzes Vermögen beschlagnahmt wird.

1.
»Das amerikanische Ermächtigungsgesetz« finden wir leider wieder nicht bei den Bezahlmedien, aber wenigstens bei telepolis. Ein Jahr vor dem normalen Ende seiner Amtszeit hat der Herr Bush demnach eine Direktive erlassen, die es ihm ermöglicht, am Kongress vorbei zu regieren. Dazu braucht es nur ein bißchen Katastrophenstimmung und ihn, der infolgedessen die benötigte Katastrophe ausruft, um an der Macht bleiben zu können. Meine Freunde werden sich erinnern, dass ich dieses Szenario bereits seit mehr als einem Jahr vorhersage…!

2.
Ein Pappkamerad des internationalen Fake-Terrors ist zusammengeklappt: Abu Omar Baghdadi gibt es gar nicht, die Person wurde erfunden und durch einen Schauspieler realitätsnah produziert. Darüber gerät der Spiegel-Yassin, der immer so gern das Seemannsgarn der gefährlichen Piraten (sprich El Kaida o. ä.) in den internationalen Gewässern spinnt, ins erstaunliche Stottern – ein kaum lesbarer Artikel bei Spiegel Online ist das Resultat.

3.
Das Eigentum von US-Bürgern, die »die Stabilisierungsbemühungen im Irak behindern«, kann ab sofort beschlagnahmt werden. Wer gegen den Krieg im Irak ist, muss also damit rechnen, dass sein Vermögen, sein Haus und sein Auto beschlagnahmt werden. Mehr zur »Executive Order: Blocking Property of Certain Persons Who Threaten Stabilization Efforts in Iraq« z. B. hier und hier.

Meine Güte, was bin ich froh, vor zwei Jahren von einem möglichen Ruf in diese U.S.A. verschont geblieben zu sein…!!!

Es hat mich noch nie gereizt, in Systemen wie zu Hitlers und Honeckers Zeiten leben zu müssen.

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Martin Gertler | 24. Juli 2007, 00:44 Uhr

233 | Im vollendeten Design ihrer Uniformen und Fahrzeuge kommen die niederländischen Staatsdiener vorbeigebrummt und passen auf, dass kein Bösewicht die Bootswelt stört. Gut so! Denn Außenborder und sogar komplette Boote sind in Friesland nicht nur bei Käufern begehrt.

Möge Bonsai weiterhin gut bewacht und vor Langfingern bewahrt bleiben!

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233 | Kella Qian is a part-time Master student at CHN University Leeuwarden. She talks about her study and her work as quality manager at ****Hotel Wyswert in Leeuwarden and her research project.

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