Martin Gertler | 5. Oktober 2007, 23:55 Uhr

298 | Zwei Bilder habe ich aus den letzten Tagen zu diesem Wort, das so konstruktiv klingt und Karriere verheißt, vor Augen.

Heute bei der Rückfahrt von der »Installation« eines Lectors an der Hochschule von Arnhem und Nijmegen.

Endlose Staublasen tun sich auf, von Arnhem bis nach Zwolle, offenbar hänge ich in einem Pulk, der immer wieder bis zum Stillstand runterbremst, auf beiden Spuren.

Und einer schlängelt sich ohne Rücksicht auf andere (und auf die Verkehrsvorschriften) durch, realisiert auf diese Weise seine Vorstellung von »Weiterkommen«. Er buchte für sich ein paar gewonnene Minuten, nein wohl nur Sekunden, auf dem Nachhauseweg ein.

(Nur freitags nachmittags beobachte ich übrigens in den Niederlanden das in Deutschland 24/7 übliche Geschubse auf den Autobahnen und Stadtstraßen.)

Tags zuvor traf ich drei der vier Koordinatoren unserer Masterstudiengänge am Kaffeetisch an, vertieft in einen Zahlen-»Stau«.

Die von der Buchhaltung erfassten Arbeitsstunden der im Jahr 2007 für die Master-Programme eingesetzten Dozenten sollten überprüft und korrigiert werden; davon ausgehend machten die Kollegen eine detaillierte Prognose für 2008.

(Die Niederländer haben die Deutschen im Ausbau von Bürokratie und im Umfang von Formularen längst überholt.)

Eine andere Vorstellung von »Weiterkommen«… Die Kollegen setzten dafür sechs »Mannstunden« ein. Und die haben uns nun ein Stück weitergebracht.

Danke – Klaes, Albert und Elena!

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