309 | Michael Wesch explores the changes in the way we find, store, create, critique and share information.

His video was created as a conversation starter and works especially well when brainstorming with people about the near future and the skills needed in order to harness, evaluate, and create information effectively.



If you are interested in this topic, check out Clay Shirky’s work.

Also check out David Weinberger’s Everything is Miscellaneous.

»Digital Ethnography«, Kansas State University, seems to be very active in vodcasting…

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Martin Gertler | 22. Oktober 2007, 00:00 Uhr

308 | Endlich ist es erschienen: Buch Nr. 1 der Reihe »Kölner Akzente zum Mediendesign«. Bei Amazon ist es bereits bestellbar; im Laufe dieser Woche werde ich es zusammen mit den anderen Autoren frisch gedruckt in Händen haben.

Mediendesign spricht oftmals mehrere Sinne und Wahrnehmungsfelder an. Eine Botschaft oder eine Geschichte wollen vermittelt und ein spürbares Erleben soll angestoßen werden. Daher sind Mediendesigner die »Architekten der medialen Kommunikation«: Sie planen und begründen ihre Planung – und setzen sie um.

»Design kann man lesen!«

Mit dieser Buchreihe will der Fachbereich Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln aktuelle Einblicke in verschiedene Überlegungen zu medialer Kommunikation geben.

Wir stellen dafür geeignete Ansätze zur Diskussion und thematisieren Brückenschläge zu benachbarten Gebieten des Designs und der Kommunikationswissenschaft.

Das Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort – Design kann man lesen! (Martin Gertler)
  • Bewegtes bewegt – Laufbilder und Emotionen (Gisela Schmalz)
  • Der Gefühlte Raum (Sonja Niemann)
  • Das Gesetz der Geschlossenheit (Ansgar Eidens)
  • Charakteranimation in 3D – Die Zukunft des Films? (Alexander Commer)
  • Der ungewisse Grund der Kommunikation (Hermann Rotermund)
  • Wieviel Wissenschaftlichkeit verträgt Design? (Martin Gertler)
  • Emotion und Motivation beim Lernen mit dem Computer (Stefan Ludwigs)

Das Vorwort

Die bewegten Bilder, der virtuelle Raum, das unübersehbare Plakat, die eindringlichen Grafiken, der subtile Sound – alle effektiv eingesetzten Werkzeuge der Mediendesigner bieten den Rezipienten auf je eigene Weise ansprechende, »lesbare« Informationen. Das geschieht oft für mehrere Sinne und Wahrnehmungsfelder zugleich.

An der Rheinischen Fachhochschule Köln denken wir seit Beginn unseres Studiengangs Mediendesign im Jahr 2004 ständig akademisch und praktisch darüber nach, wie wir Kommunikation mit Medien optimal planen und gestalten können. Dazu gehört immer auch die Frage, welche der vielen aus der Abstraktion gewonnenen Modelle und bewährten Wege hilfreich sind. Von diesen zahlreichen Gesprächen und Überlegungen haben wir inzwischen so manches protokolliert und inzwischen auch für Sie aufgeschrieben.

Einiges davon haben Sie nun als eine erste Ausgabe unserer Buchreihe in der Hand – ein Lesebuch mit hoffentlich vielen interessanten Texten. Es möchte in und aus der Medienhauptstadt am Rhein »Kölner Akzente« setzen und unser Nachdenken über Mediendesign für Sie »lesbar« machen.

Begleiten Sie unsere Wege gern ebenso aktiv wie wir Ihre!

Martin Gertler
im Namen der Herausgeber


Damit ist das Werk genau rechtzeitig zum Forum Mediendesign (27. Oktober) erschienen.

Herzlichen Dank allen, die das Zustandekommen und das Erscheinen dieses Buchs möglich gemacht haben!

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Martin Gertler | 21. Oktober 2007, 12:08 Uhr

307 | Am Samstagabend hatte ich vier arbeitsreiche Tage an der Rheinischen Fachhochschule in Köln hinter mir. Medientechnik und -produktion im berufsbegleitenden Studiengang Medienwirtschaft, eine tolle Gastvorlesung von einer starken Agenturfrau aus Berlin, zwei Tage lang Medientheorie mit den Erstsemestern des Bachelorstudiengangs Mediendesign. 24 Lehrstunden.

Bei den Diskussionen mit den Studierenden merke ich, dass die Erstsemester sich von Jahr zu Jahr mehr verändern. Den Unterschied zwischen interpersonaler und massenmedialer Kommunikation und ihre Wirkweisen benennen? Da sagen sie: das geht doch längst in einander über, das ist nicht mehr trennscharf zu behandeln.

Die Debatten sind anders als noch vor ein, zwei Jahren. Junge Leute heute haben noch weniger Bücher gelesen als ihre Vorgänger und kennen kaum Autoren. Nicht einmal Karl May gehörte zu ihrer Kindheit. Sie wissen nicht, welche Prozesse im Thermostat am Heizkörper ablaufen oder wie der Ton und das Videobild aufs Band und auf die Festplatte kommen. Sie wissen nicht, wer Paul Watzlawick war oder dass Karl-Dieter Möller, ARD, für seine langjährige Berichterstattung über das Bundesverfassungsgericht bekannt ist und dafür auch einen Grimme-Preis bekam. Aber sie kennen sich aus im Ranking der Stars und Sternchen der RTL-Programme. Und sie erleben zunehmend eine »Übermacht der Medien«, weil immer mehr Werbebotschaften auf sie einstürmen, weil ihre Bank nur noch online mit ihnen umgehen will und weil Kommunikationsanbieter und Webhoster zwar personalisierte elektronische Kommunikation anbieten, diese sich aber als hohles Computerwerk entpuppt…



Unsere Lehrveranstaltungen finden tatsächlich heute noch in jenen klassischen »Hörsälen« statt, deren Funktionsweise immer unergiebiger geworden zu sein scheint. Unsere »contact hours« verändern sich aber längst, durch die konsequente Anwendung der output-orientierten Bachelor-Didaktik. Unsere Ausgangspunkte und Ziele erfordern indes wohl auch eine Überarbeitung.

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Martin Gertler | 20. Oktober 2007, 22:11 Uhr

306 | »Jugendliche verprügeln schwarzen US-Bürger«, titelt Spiegel online. »Sie pöbelten, stießen die Frau zu Boden, dann schlugen sie zu: Vier Jugendliche in Berlin haben einen schwarzen US-Bürger und seine Freundin angegriffen. Die Polizei konnte sie kurz danach festnehmen.«

Und dann kommt ein Text, den ich nicht verstehe. Spiegel online hat ihn weder erläutert noch kommentiert. Bitte in Ruhe lesen – und wer das versteht, möge es der Welt erläutern:

»Die Berliner Polizei teilte am Abend mit, dass die Jugendlichen im Alter von 16, 17 und 19 Jahren den US-Bürger ›aufgrund seiner Hautfarbe‹ angegriffen hätten. Dennoch gebe es keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat, hieß es in der Polizeimeldung.«

Aufgrund seiner Hautfarbe … aber keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat?

Dies soll nebeneinander im Bericht der Polizei der deutschen Hauptstadt stehen…?…

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Martin Gertler | 15. Oktober 2007, 00:53 Uhr

305 | Letze Rundfahrt! Mein Boot namens Bonsai muss nächste Tage raus, denn wenn das Wasser im Winter zu Eis gefriert… Doch, wird es das noch geben, jenes Eis, das alles Harte brechen könnte, hier bei uns in Zuiderburen, an den Hempenser Wielen und der Staande Mast Route?

Am 14. Oktober war es ein so herrlicher Sonntag – nicht einmal golden konnte man ihn nennen, das war schon Platin oder sogar mehr. Wunderbar!

Auf den Wielen: ruhige Sonntagsfahrer. Ein Skutje mit dem längst üblichen Schlauchboot im Schlepptau kreuzt meinen Weg. Wir winken einander kurz, wie immer von Boot zu Boot, freuen uns über den heiligen Tag, der uns so gottbehütet schippern lässt. Und schon kümmern sich die beiden schnell wieder um ihren Kurs.

Ich besuche Anne und Alfred Keyzer, die so traumhaft an der Route ihr Haus liegen haben, dass ich sie doch ein wenig beneiden darf. Beide sind sie Kollegen an der CHN, wir sprechen Deutsch miteinander.

»Willst du nicht eben anlegen und einen Kaffee mit uns trinken?«, fragt Anne. Nein, herzlichen Dank – gern demnächst zum Aufwärmen, wenn das Wetter unfreundlich ist und der Nieselregen kommt.

Diese CHN beschäftigt wirklich eine Menge sehr angenehmer Menschen – stelle ich sogar an diesem Sonntag fest.

Weiter geht’s zur Insel mit den Florida-Häusern…

Der Rollrasen liegt endlich und die Palmen haben ihren nordischen Standort offenbar ganz gut akzeptiert. Tolle Hütte, das!

Der Nachbar will sein Haus offenbar loswerden, wie ich tags zuvor in den Angeboten der Makler online feststellen konnte.

Das macht man hier so: immer mal wieder verkaufen und neu kaufen. Der Staat hilft dabei kräftig, daher gibt es kaum Mietwohnungen hierzulande: Wenn ich eine Hypothek aufnehmen würde, die eine Rate von 2.400 Euro ergäbe, hätte ich vom königlichen Staat der Niederlande allein durch Steuerminderung einen Zuschuss von 1.000 Euro! So etwas kannte man in der guten alten BRD nur bis irgendwann in den 60er Jahren…

Heute freue ich mich jetzt schon auf meine längst gebuchte Florida-Tour im Dezember. Dort wäre mir die Miete für so ein Bötchen sicher zu teuer; toll, dass Bonsai mir diese bunten Seiten des Lebens hier bereits zeigt!

Allerdings ist meine Mini-Yacht eben doch nur eine Nussschale. Und wenn dann am heiligen Sonntag die unheiligen Männekes-Machos auftauchen und mit ihren Speedbooten auf mich zurasen, dann wird mir eher schlecht…

Steil auf. Männchen machen halt…

Auf der Straße ist so etwas nur unangenehm laut, genau wie das absurde Abschieds-Gehupe eines jeden Besuchers. Man lärmt wohl gern herum, stört sich so gar nicht daran, dass man andere nicht stören sollte. (Sonntagsruhe kennen die überwiegend protestantischen Friesen übrigens nicht – an jedem Sonntag brummen hier gnadenlos die Motormäher über den Rasen, man sägt Gehwegplatten und hämmert Grenzpfähle des Grundstücks in die Erde. Am Sonntag ist es seltsamerweise stets lauter als am Samstag.)

Auf dem Wasser erzeugen solche Kindereien unerwartete und intensive Wellen, die weder der Böschung gut tun noch meinem kleinen Bonsai.

Solche Bilder sind hier leider nicht selten. Den ganzen Sonntag über, bis zur Dunkelheit, röhrten sie durch die Inseln…

Ich lege an und freue mich über das ungemein ruhige Kerlchen gleich hinter dem Bootssteg. Nachbars Katze weiß meine Grasinseln zu schätzen und vermutet dort mit unbeirrbarer Nachhaltigkeit fette Mäuse, verbringt daher dort täglich viele Stunden in Wachsamkeit und Jagdbereitschaft.

Wie schön, dass die friesische Sonne und die wunderbare Luft von manchen doch auch ohne lärmendes Männchenmachen genossen werden können…! Am Abend wurde es dann wieder völlig ruhig auf dieser wunderbaren Insel – auch akustisch jede Menge Raum für die Wasserläufer und die Möwen und die Katzen. Und den leisen Wind. :-)

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304 | Unter diesem Motto starteten im Frühjahr 2006 die Kapuziner der Rheinisch-Westfälischen Ordensprovinz eine Video-Reihe, die seither online verfügbar ist. Kurz vor dem Relaunch ihrer Website haben sie ihren Videochannel Kapuziner.TV nun auch bei Youtube.com implementiert.

Vor gut einem Jahr waren dort erste Beiträge platziert worden; sie wurden inzwischen bis zu 1.000 mal abgerufen.

Damit erweist sich diese noch etwas konfuse Plattform als guter Multiplikator, besonders für »Nischenprodukte«.



Kapuziner.TV bei YouTube
School of Graduate Studies bei YouTube

 
 

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