Martin Gertler | 25. November 2007, 16:00 Uhr

349 | Informatik-Studierende, die gerne forschen möchten, können jetzt in Saarbrücken direkt nach dem Bachelor in ein Doktorandenprogramm einsteigen, ohne den Umweg über den Masterabschluss.

Studierende mit dem Bachelor-Abschluss sollen dabei in drei Semestern mit Vorlesungen und Seminaren in wissenschaftlicher Breite ausgebildet werden. Sie müssen danach eine Qualifizierungsprüfung bestehen, der dann die Forschungs- und Dissertationsphase folgt.

Dieses von den USA kopierte Studien- und Promotionsmodell ist bisher in Deutschland einzigartig und wird im Rahmen der neuen internationalen Graduiertenschule für Informatik auch mit Stipendien gefördert.

Die Graduiertenschule ist erst vor kurzem durch die Exzellenzinitiative der deutschen Bundesregierung ausgewählt worden und wird über fünf Jahre mit insgesamt rund 6,5 Millionen Euro unterstützt.

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Martin Gertler | , 12:30 Uhr

348 | Das »Junge Karriere-Hochschulranking« ist entschieden: Die European Business School (EBS) Oestrich-Winkel, die Uni Witten/Herdecke und die Leipzig Graduate School of Management (HHL) sind die besten Wirtschaftshochschulen in Deutschland.

Die drei privaten Business Schools schnitten beim Hochschulranking 07/08, das auf einer Befragung von 50.000 Studenten und Absolventen sowie Personalverantwortlichen aus 1.000 Unternehmen basiert, im Fach Wirtschaft mit Abstand am besten ab. Erst auf Platz neun folgt als beste staatliche Hochschule die Universität Frankfurt/Main.

»Das Ranking zeigt, welche Hochschulen in Deutschland am besten auf den Job vorbereiten«, sagt Junge Karriere-Redakteurin Dorothee Fricke. »Es ist nicht nur für Abiturienten, sondern auch für Bachelor-Absolventen auf der Suche nach dem passenden Master-Angebot eine wichtige Orientierungshilfe.«

Die Favoriten der Unternehmen, die Universitäten Mannheim und Köln, konnten im Gesamtranking jedoch keine Spitzenpositionen erreichen. Das lag daran, dass Studenten und Absolventen den Studienbedingungen schwache Noten gaben. So landete Mannheim nur auf Platz zehn, Köln sogar nur auf Rang 26.

Insgesamt zeichnet das Ranking ein überraschend anderes Bild als die seltsamen Wettbewerbe, bei denen staatliche Massen-Unis für exzellent befunden und mit millionenschweren Fördermitteln ausgestattet wurden.

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347 | Mit einer kräftigen »Kopfwäsche« begann das zweitägige Treffen der Deans und Manager der CHN in Eernewoude (Fryslan). Prof. Dr. Wim van Dinten brachte mit seinen Analysen und Zuspitzungen unerwartet neue Perspektiven ins Gespräch, so dass die anschließenden Planungsgespräche eine starke Offenheit und Tiefe bekamen.

Nicht eine vorgefertigte Tagesordnung betrachtet Wim van Dinten grundsätzlich als hilfreich, weil sie den Beteiligten den notwendigen Raum nehme. Er wollte vor allem wissen, mit welchen Einschränkungen und Hürden jeder Einzelne zu kämpfen hat.

Eine »content«-produzierende und -bestimmte Einrichtung wie eine Hochschule müsse immer diesen »content« zentral stellen und stets von ihm ausgehen, wenn sie sich Systeme schaffe, um ihn zu sichern, nicht aber umgekehrt vorgehen – so der erfahrene Organisationsberater, der selbst viele Jahre lang im Hochschulbetrieb arbeitete.

Und weiterhin suchte er nach den Bindungen zwischen den Kräftefeldern im Hause. Nur in der Bindung können wir stark handeln, lautete eines der Essentials seiner Arbeit mit uns.

So aufs richtige Gleis gebracht, arbeiteten wir mit neuer Energie daran, das Wesentliche unserer »Jaarplannen« (Pläne für 2008) – einer Mischung aus Zielen, Analysen und Kalkulationen – auf den Punkt zu bringen.

Klaas Wybo van der Hoek, der Lehre und Forschung der CHN verantwortet, wusste perfekt die Linien zwischen den verschiedenen Abteilungen und ihren Vorhaben herauszustellen.

Dazu hatte er sich ein schlaues Prozedere ausgedacht, wonach jede/r drei wichtige Ziele vorzustellen hatte, die die Ambitionen der Hochschule aufgreifen, sowie drei »Links« zu den anderen Kollegen und Abteilungen des Hauses und Wünsche an sie, die zur Erfüllung der Ziele notwendig seien.

Dass dabei einige Tagesordnungspunkte auf der Strecke bleiben mussten, um diese Gespräche in Ruhe laufen und zu Ergebnissen kommen zu lassen, bereitete ihm und uns allen gottlob keine Kopfschmerzen.

Verwesentlichen und zur Umsetzung bringen – das kennzeichnete unser aller Arbeiten während der zweitägigen Zusammenkunft.

Auch wenn Wim van Dinten nur am ersten Tag dabei war und uns bereits am Nachmittag verließ: er hat unverkennbar Spuren hinterlassen. Seine Kritik an manchen unserer Vorstellungen und Vorgehensweisen klang bis zum Schluss nach. »Wir werden uns mit ihm auf jeden Fall nochmals zusammensetzen, das steht fest!«, so brachten es die Vorstände Robert Veenstra und Klaas Wybo van der Hoek auf einen Nenner, dem wir alle uneingeschränkt zustimmen konnten.

Wim führt einen erfahrungsgeleiteten und nicht »vermeldenden« Weblog. Für meine niederländischen Freunde und Kollegen, die nicht dabei sein konnten (und natürlich auch für alle, die dabei waren), hier ein Stückchen Wim per Video:

Vorab hatte uns Robert Veenstra, Vorstandsvorsitzender der Stiftung CHN, bereits in seiner Begrüßungspräsentation genau auf diese Spur gebracht:

Übersetzt ins Deutsche heißt dieser Kernsatz in etwa: »Wenn du (weiterhin lediglich) tust, was du (halt immer schon) getan hast, bekommst du (auch weiterhin bloß), was du (halt immer schon) bekamst.«

Hmmm. Hat außer mir sonst noch jemand unter den Lesern dieses querdenkerischen Blogs das Vergnügen, in einem Team und an einer Hochschule zu arbeiten, in der es sogar »ganz oben« um Veränderung geht – und dies nicht kosmetisch, sondern essentiell?!?

Es war ein echter Schritt nach vorn, was wir in den beiden Tagen miteinander erlebten. Wir konnten zwischendrin auch mal Abstand nehmen von den vielen Prozeduren einer Organisation, die ja überwiegend von staatlichen Mitteln lebt und daher jeden Cent nicht nur dreimal umdrehen, sondern auch fünfmal rechtfertigen muss, und konnten uns konzentrieren auf das Wesentliche: auf die Elemente zur Umsetzung der Ambitionen dieser prächtigen, unaufhaltsam wachsenden Hochschule – und auf die dazu notwendigen Veränderungen. Danke an alle!

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