Martin Gertler | 24. Dezember 2007, 17:00 Uhr

383 | Der Thomanerchor interpretiert das weltweit bekannteste Weihnachtslied auf eine besonders passende Weise: nachdenklich, ruhig.

Am 24. Dezember 1818 führten der Arnsdorfer Dorfschullehrer und Organist Franz Xaver Gruber und der Hilfspriester Joseph Mohr in der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf bei Salzburg das Weihnachtslied »Stille Nacht, Heilige Nacht« erstmals auf.

Mohr hatte den Liedtext bereits 1816 in Mariapfarr im Lungau geschrieben. Gruber komponierte dann vor Weihnachten 1818 eine Melodie zu diesem Gedicht.

    Stille Nacht! Heilige Nacht!
    Alles schläft; einsam wacht
    Nur das traute hoch heilige Paar.
    Holder Knabe im lockigen Haar,
    Schlaf in himmlischer Ruh!
    Schlaf in himmlischer Ruh!

    Stille Nacht! Heilige Nacht!
    Hirten erst kundgemacht
    Durch der Engel Halleluja.
    Tönt es laut von Ferne und Nah:
    Christ, der Retter ist da!
    Christ, der Retter ist da!

    Stille Nacht! Heilige Nacht!
    Gottes Sohn! O wie lacht
    Lieb aus deinem göttlichen Mund,
    Da uns schlägt die rettende Stund,
    Christ in deiner Geburt!
    Christ in deiner Geburt!

Alles Große liegt im Kleinen – siehe Titel dieses Blogs.
Allen ein friedvolles Weihnachtsfest!

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382 | Weihnachten!

BWV 140, Johann Sebastian Bach. Kantate zum 27. Sonntag nach Trinitatis, BWV 140

Leitung: Ton Koopman

    Gloria sei dir gesungen,
    mit Menschen- und englischen Zungen,
    mit Harfen und mit Cymbeln schön.
    Von zwölf Perlen sind die Pforten
    an deiner Stadt; wir sind Consorten
    der Engel hoch um deinen Thron.
    Kein Aug hat je gespürt,
    kein Ohr hat mehr gehört solche Freude;
    des sind wir froh:
    Io, io!
    ewig in dulci jubilo.
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