391 | Wie schnell die Zeit doch vergeht! Das Wintersemester geht zu Ende – zumindest die Vorlesungszeit, nun gab es noch Fachprüfungen und die abschließenden Kolloquien der Diplomprüfungen.

Diplom-Kolloquium mit Alexander de Baptistis, der die Symbolik von zwei Logo-Versionen vergleicht. Rechts im Bild: Studiengangsleiter Prof. Ansgar Eidens; links: ich. Am Schluss konnten wir Alex als frisch gebackenen »Diplom (FH) Medien-Designer« beglückwünschen.

Im Kolloquium fragen viele Kollegen an deutschen Hochschulen nochmals den Stoff ab, der bereits in den Fachprüfungen früherer Semester »dran« war.

Ich hatte diese Vorgehensweise in den letzten Jahren auf eine »Kompetenzprüfung« umgestellt: Konkrete Ereignisse bzw. Fälle werden zum Gegenstand des Gesprächs, meist simuliere ich eine »Beratungssituation«.



Das zu bewerbende Produkt einmal hautnah erfahren: Hans Schultheiß, der sich eigentlich auf die filmische Kommunikation verlagert hatte, kann mit geübtem Auge die wichtigsten Merkmale des Designs der »Radius 9«, einer mit dem »Red Dot« wegen ihrer Designqualität ausgezeichneten Armbanduhr, erkennen und sie beschreiben, um daraus erste Folgerungen für die Konzeption einer Kommunikations-Kampagne zu ziehen.

Es waren ungewöhnlich intensive und ergiebige Prüfungsgespräche, so viel sei verraten.

Zuvor war ich noch in der »Chefetage« zu Besuch – und es gab eine nette Überraschung dort!

Links: Prof. Dr. G. Cox, Rektor der RFH Köln; rechts: Prof. J. Schinke, Geschäftsführer/Präsident der RFH Köln

Die Leitung der Rheinischen Fachhochschule Köln überreichte mir die Urkunde zur bereits im laufenden Semester ausgesprochenen Ernennung als Honorarprofessor.

Das ehrenamtliche Professorat »kann Personen verliehen werden, die auf einem an der Hochschule vertretenen Fachgebiet hervorragende Leistungen in der beruflichen Praxis bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder hervorragende Leistungen in Forschung, Kunst und Lehre, künstlerischen Entwicklungsvorhaben und Kunstausübung erbringen, die den Anforderungen für hauptberufliche Professorinnen und Professoren entsprechen. – Die Verleihung setzt eine in der Regel fünfjährige erfolgreiche selbständige Lehrtätigkeit voraus, die durch ein Gutachten nachzuweisen ist.« (Hochschulfreiheitsgesetz NRW von 2007, § 41, Ziff. 2 u. 3)

Ein guter Anlass, um »Prosit« zu sagen und auf die bisherigen Jahre der hauptberuflichen Zusammenarbeit zurückzuschauen!

Neben dem Aufbau und der Leitung des berufsbegleitenden Diplomstudiengangs »Medienwirtschaft« (die kommende Bachelorversion davon heißt »Media Management«) hatte ich den Diplomstudiengang »Medien-Design« entwickelt und dessen Leitung übernommen.

Nach Überarbeitung des Konzepts konnte ich die Bachelorversion im Sommer 2005 erfolgreich akkreditieren lassen und noch im Herbst des Jahres starten. Seither entwickelt sich der Studiengang zum sowohl zahlenmäßig als auch qualitativ stärksten seiner Art in NRW.

Übrigens ist nach derzeitigem Stand der Online-Suchdienste dieser Studiengang der sogar weltweit einzige mit diesem Konzept und diesem namentlichen Abschluss Bachelor of Arts des Studienfachs Media Design…!

Zum Wintersemester 2007/08 hatte ich mein hauptberufliches Engagement nach Leeuwarden zur heutigen Stenden University als Director of Academic Affairs verlagert.

Somit bin ich dankbar, weiterhin – wenngleich in geringerem Maße als früher – an der Entwicklung und auch am wissenschaftlichen Niveau des Kölner Mediendesign-Bachelors mitarbeiten zu können, und freue mich, dass dies von Leeuwarden und der Stenden University aus möglich ist.

Mein Nachfolger als Studiengangsleiter des Studengangs zum Bachelor of Arts im Fach Media Design, Prof. Dr. Stefan Ludwigs, war unterdessen in diesen Tagen gut damit ausgelastet, den Bewerberinnen und Bewerbern für den Einstieg zum Sommersemester (März 2008) die Zu- und Absagen durchzugeben.

Meinen herzlichen Dank den Professoren Schinke, Cox und Ludwigs für die hervorragende Zusammenarbeit!

Derweil werde ich noch zwei Tage in Prüfungsarbeit, nämlich das Durcharbeiten und Bewerten der Fachforumsbeiträge in unserer elektronischen Lernplattform »Moodle« sowie der Hausarbeiten und Klausuren, investieren müssen, bevor das Wintersemester wirklich zu Ende sein wird…

Druckvorschau
Per Email versenden

390 | Offenbar gibt es einen Landesteil in Belgien, in dem hochschulrechtliche Anarchie herrschen könnte – zumindest drängt sich der Verdacht auf, wenn man diese Website aufruft:

Abgesehen davon, dass eine institutionelle Akkreditierung und die Akkreditierung von Studiengängen nicht identisch sind – wenn die Darstellungen der Website stimmten, dann ließe sich folgern:

Man / jedermann kann in der »Deutschsprachigen Gemeinschaft« des Königreichs Belgien mangels rechtlicher Bestimmungen die dort »nicht geschützten« Bachelor- und Master-»Abschlüsse« verkaufen.

In Europa wäre damit eine wilde Insel aufgetaucht, von der aus man ungestraft eine »diploma mill« auf den Markt bringen dürfte.

Wer daraufhin den interessanten Aussagen dieser Website (Stand: 17.01.2008) nachgehen möchte, frage der Einfachheit halber selbst in den zuständigen Amtsstuben nach, deren Website über eine Hochschule mit dem Namen »Sigma« bedauerlicherweise nichts in ihrer Volltextsuche verrät… Und man frage auch nach dem »Unterrichtsministerium« jener »Deutschsprachigen Gemeinschaft« – laut offizieller Website des Landesteils gibt es gerade mal ein Ministerium.

Alle Hochschulen geschlossen

Die Aussage, die Sigma Hochschule sei staatlich zugelassen, ermuntert zu weiterer Recherche. Und da findet sich auf der Website jener Region der Deutschsprachigen halt dieser Beschluss aus 2007, der just die Aufhebung aller bestehenden Hochschulen im Sprengel verkündet (Stand: 17.1.2008):

Bologna – das bedeutet Modularisierung und Akkreditierung sowie geschützte Degrees.

Ohne wenn und aber.

Eine Positionierung im europäischen Raum geht nicht von einem hochschulrechtlichen Niemandsland aus!

Und die alten Zöpfe jener Region: aufgehoben, abgeschafft, vorbei.

Nix Wilder Westen in Belgiens Osten…!

Folglich: Nix Sigma Hochschule in der DG (wenn überhaupt jemals anerkannt gewesen vom Staat)! Welch ein Fake.

Dumm gelaufen… :D

Nach wie vor überrascht mich allerdings, dass die zuständigen Ministerien Deutschlands / NRW und Belgiens / DG den anhaltend falschen und widerrechtlichen Aussagen über einen Hochschulstatus und das Recht zur Verleihung von Abschlüssen einer »Sigma« offenbar keine genügende Beachtung schenken und nicht eingreifen.

Frühere Berichte zum Thema »Sigma«

Druckvorschau
Per Email versenden