Martin Gertler | 30. April 2008, 12:00 Uhr

435 | Typisches Aprilwetter mit kräftigem Wind, Schauern, Sonne - heute ist Feiertag in den Niederlanden!

An den meisten Wohnhäusern auf meiner Insel flattern die rot-weiß-blauen Fahnen, ergänzt um einen orangenen Flor.

Wie nüchtern hingegen der Bundespräsidententag in Deutschland - es gibt ihn erst gar nicht. Schade eigentlich…!

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434 | Einen neuen Dienst bietet Mogulus inzwischen an: neben dem bisherigen Stream eines individuell gestaltbaren »Web-TV« kann zugleich auch »Video on demand« genutzt werden. Dieser Begriff besagt, dass die einzelnen Beiträge des Sendekanals jederzeit einzeln ausgewählt und abgerufen werden können.

Sogar ein offener Live-Chat ist integriert. Kapuziner.TV zeigt sich bereits in diesem neuen Gewand.

Dieses kombinierte Angebot aus durchlaufendem Web-TV mitsamt der separaten Verfügbarkeit aller Beiträge, eingebettet in eine passende Webumgebung, dürfte in manchen Fällen passender sein als die bisher beliebten, aber »vorsintflutlich« gestalteten Kanäle bei Youtube.com.

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Martin Gertler | 28. April 2008, 00:00 Uhr

433 | Bereits seit drei Jahren arbeite ich mit meinen Studenten, unterstützt durch die Online-Lernplattform »Moodle«, mit Podcasts. Apple berichtet darüber auf seinen Webseiten.

Wichtige Teile meiner Lehrveranstaltungen habe ich in einer kombinierten Produktion, die meinen Vortrag hörbar und die zugehörige visuelle Präsentation animiert sichtbar macht, außerhalb der normalen Vorlesungen als Podcast realisiert.

Die Studenten können diese elektronischen Lektionen direkt aus der Lernumgebung heraus abrufen und auch für sich selbst zum Nacharbeiten speichern.

In einem ausführlichen Beitrag stellte Apple den Ansatz auf seiner Website vor.

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432 | Inzwischen kommen immer mehr Machenschaften der US-Regierung ans Licht, mit denen sie in ungeahntem Umfang Desinformation betrieb.



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Martin Gertler | 24. April 2008, 00:00 Uhr

431 | Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat drastische Änderungen in der studentischen Ausbildung gefordert. «Wir brauchen einen Perspektivwechsel und müssen weg von der reinen Wissensvermittlung hin zu einer aktiven Aneignung von Kompetenzen», erklärte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel am Mittwoch in Berlin. Auf der HRK-Mitgliederversammlung in Jena sei eine Agenda verabschiedet worden, die Strategien für eine «Reform der Lehre in den Hochschulen» aufzeige.

Wintermantel erneuerte die Forderung der HRK nach weiteren finanziellen Mitteln zur Verbesserung der Lehre. Bis ins Jahr 2020 würden jährlich im Schnitt 2,6 Milliarden Euro zusätzlich benötigt. «Allein bis 2014 werden wir insgesamt 12,7 Milliarden Euro zusätzlich brauchen», sagte sie.

«Wir stehen in der Mitte der Bologna-Reform. Jetzt müssen wir am Ball bleiben. Dazu gehört es, dass wir auf eine angemessene Finanzierung bestehen. Die Hochschulen spannen gleichzeitig alle Kräfte an, um die Reform mit ihren richtigen Konzepten für eine bessere Lehre zu einem guten Ergebnis zu führen», sagte Wintermantel. Unter dem Bologna-Prozess ist die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes bis 2010 zu verstehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umstellung auf Master- und Bachelor-Studiengänge.

Das Strategiepapier «Für eine Reform der Lehre in den Hochschulen» umfasst unter anderem die Forderung, Studierende als «selbstständige, eigenverantwortliche Lerner anzusprechen». Die Lehrenden müssten auch unter schwierigen Bedingungen den Dialog mit den Studierenden suchen. Dabei spiele die individuelle Lehrkompetenz der Professoren eine entscheidende Rolle. Andererseits müssten auch die Studierenden mehr Eigenverantwortung übernehmen.

Quelle: PR-INSIDE.COM

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Martin Gertler | 22. April 2008, 00:00 Uhr

430 | Eine der bedeutendsten deutschen Tageszeitungen, die FAZ, berichtet über das Studium an der Stenden Hogeschool in Emmen:

Studieren in den Niederlanden

Kofferpacken für den Bachelor

Von Uta Jungmann

11. April 2008
„Wenn ich schon Wirtschaft International studiere, warum dann nicht gleich im Ausland?“ Das waren Frank Röttgers Gedanken vor knapp vier Jahren. Dann hat er seine Koffer gepackt – ab in die Niederlande, hieß es für ihn. Genauer: an die Stenden Hogeschool in Emmen nahe der deutschen Grenze bei Meppen. Dort hat er den Bachelor „International Business and Languages“ belegt, kurz IBL, und ist mit einem Sprachkurs ins Studium gestartet. „Niederländisch ist für Deutsche superleicht zu lernen, gerade wenn man in Holland lebt“, berichtet der 24 Jahre junge Mann. „Nach acht Wochen versteht man bereits die Vorlesungen.“

Schon bald konnte Röttgers, der aus Papenburg in Niedersachsen stammt, sich auch aktiv in der neuen Sprache verständigen. „Ich habe immer Leute bewundert, die mehrere Sprachen sprechen“, verrät er. „Dazu wollte ich auch gehören.“ Die Verbindung von Wirtschaft und Sprachen in Emmen kam ihm da gerade recht – auch wenn er dafür jährlich rund 1500 Euro Studiengebühren zahlen musste und sein WG-Zimmer in der Kleinstadt auf dem platten Land deutlich mehr als auf der deutschen Seite kostete. „Mit Ferienjobs und der Unterstützung meiner Eltern habe ich das Studium finanziert“, berichtet er. „Zudem wurden mir die Gebühren zum Teil zurück erstattet.“

Unterrichtsmethode mit System

Nach dem Niederländischen lernte Röttgers Spanisch. „Die zweite Weltsprache“, begründet er seine Wahl. Doch von der Welt hat er zunächst nicht viel gesehen: Im ersten und zweiten Studienjahr ist er oft erst spät abends vom Lernen nach Hause gekommen, meist hat er lange mit seiner Arbeitsgruppe über Aufgaben gegrübelt, die das Thema einer Studienperiode vertiefen sollten. „Problemgesteuerter Unterricht“ heißt diese Methode, die an den niederländischen Hochschulen System hat. Auch die Vorlesungen sind in Emmen auf das übergeordnete Thema abgestimmt. Röttgers’ Team hat etwa die Absatzchancen für den Export von Süßwaren nach Kroatien untersucht, eine Preis- und Marktstrategie erarbeitet sowie über den Vertrieb nachgedacht. Nach zehn Wochen haben die jeweils acht Studenten ihre Strategien vorgestellt und gerechtfertigt. „Es gibt eine Einzel- und eine Gruppennote dafür“, erläutert Röttgers. „Deshalb ist man ständig gefordert – entweder ist man an der Uni, lernt für sich selbst oder diskutiert mit der Gruppe.“

Anfangs stöhnen viele über die Belastung. Manche entdecken dabei, dass der Studiengang und die Arbeitsweise für sie doch nicht das Richtige sind. „Im ersten Jahr, der Propädeutik, liegt die Abbrecherquote bei rund 12 Prozent“, berichtet der Emmener Studienbetreuer Henk Stegeman. Er empfiehlt deshalb dringend vorab ein Beratungsgespräch an der Fachhochschule, die vor ihrem Zusammenschluss mit der Christelijke Hogeschool Nederland als Hogeschool Drenthe bekannt war.

Der Name ist neu, die Studienordnung nicht. Nach wie vor wechselt im zweiten IBL-Jahr in Emmen die Lehrsprache wechselt: In den Vorlesungen und Arbeitsgruppen wird nun statt Niederländisch Englisch geredet – auch wegen der vielen Gast-Studenten von einer der 35 Partner-Hochschulen. Ganz so international, wie Frank Röttgers gehofft hat, geht es im grenznahen Emmen allerdings doch nicht zu. „Rund 80 Prozent meiner Kommilitonen in IBL waren Deutsche“, bedauert er im Nachhinein.

Lieblingsziel der deutschen Studenten

Das Statistische Bundesamt hat zuletzt rund 12 000 deutsche Studenten in den Niederlanden gezählt – mehr als in den USA, Großbritannien oder Frankreich. Wie viele von ihnen aber ihr ganzes Studium im Nachbarland absolvieren, ist nicht erfasst. „Im IBL-Studiengang von Emmen sind es derzeit 350 deutsche Studenten“, berichtet Henk Stegeman. Bislang ziehe der Bachelor vor allem Grenzgänger aus einem Umkreis von 100 Kilometern an: Zum einen ist er nicht mit einem Nummerus Clausus belegt wie der Studiengang „International Business and Management“ an der FH Osnabrück. „Zum anderen schätzen viele die weltoffene Atmosphäre und das fallbezogene Arbeiten in Emmen“, wirbt der Studienbetreuer.

Wie anderswo Wirtschaft gelehrt und gelernt wird, hat Frank Röttgers erprobt, als er am Ende des zweiten Jahres noch einmal seine Koffer gepackt hat und weitergezogen ist, erst für ein Semester nach Valencia in Spanien, dann nach Tandil in Argentinien. „Laptop und 17 Kilo Klamotten sind die Standard-Ausrüstung dafür“, berichtet er. „Bücher sind zu sperrig: Wichtiges kam deshalb immer auf den Rechner.“

Als Freigepäck hat er aber seinen größten Schatz mitgebracht – viele neue Eindrücke und Erfahrungen. Vor allem die Freundlichkeit der Argentinier, die er getroffen hat, beeindruckt ihn noch immer. Hin und wieder hätten ihn Fremde zum Tee oder Stadtrundgang eingeladen, berichtet er etwa. Auch dass er inzwischen Spanisch verhandlungssicher beherrscht, gefällt Röttgers. „Nur die Universitätsbürokratie, wenn man zwischen den Ländern hin und her telefonieren muss, war nervig.“

Zum Abschluss zurück nach Deutschland

Für sein viertes und letztes Studienjahr ist Röttgers jetzt nach Deutschland zurückgekehrt. Zurzeit macht er ein Praktikum in der Frankfurter Unternehmensberatung Solution Matrix, die Nähe zur Familie und zu seiner Freundin, auch die seiner Meinung nach bessere Stellung von Praktikanten in Deutschland hat ihn zur Rückkehr bewegt. Hier sei er fest ins Team eingebunden und an der Kunden-Akquise ebenso beteiligt wie an Wirtschaftlichkeitsberechnungen. „Ich weiß jetzt, was ich gelernt habe und kann“, sagt er.

Für seine Bachelor-Arbeit will er nun die „Quantifizierung von qualitativem Nutzen“ untersuchen. Wie lässt sich der Mehrwert aus einer Investition oder einem Projekt messen? „Unsere Klienten haben keinerlei Probleme damit, die Kosten ihrer Marketing-Kampagne zu nennen“, berichtet er. „Wesentlich schwieriger ist es, den Gewinn- und Imagezuwachs in Euro anzuzeigen.“ Die Arbeit wird Röttgers in Emmen präsentieren und in einer letzten Prüfung rechtfertigen müssen. Danach soll die Unternehmensberatung seine Ergebnisse verwerten dürfen.

Und Frank Röttgers? Er will sich nach dem Abschluss noch eine Weile mit der Berechnung von Mehrwerten befassen. „Aber wenn sich nach zwei Jahren Routine einschleicht, schwenke ich vielleicht um zum Marketing“, überlegt er. Vielleicht wird er sich dann für ein Master-Studium einschreiben, vielleicht wieder in einem anderen Land. Koffer und Laptop sind dafür ja schnell gepackt.

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