Zwischen den ökonomischen Bedingungen seiner Branche und unseres Wirtschaftssystems einerseits und ethischen Ansprüchen andererseits arbeitet der Journalist. In diesem Spannungsfeld wird erwartet, dass er Qualität liefert.

Welche Aspekte von Qualität dem Journalismus in Theorie und Praxis zukommen könnten, will der Aufsatz klären. Weiterhin wird gefragt, welche Vorgaben für diese Qualitäten gelten und wer das alles kontrolliert.

Schließlich werden Folgerungen für das Journalistik-Studium abgeleitet, das nicht nur berufliche Fertigkeiten vermitteln, sondern auch zu einer konstruktiv-kritischen, akademischen Haltung führen soll.

Dazu gehört in diesem Kontext auch die Frage, welche erkenntnistheoretische Perspektive geeignet ist, den notwendigen Raum für das Bewusstsein der ethischen Verantwortung des Journalisten zu schaffen. Eine qualitätsorientierte Journalistik-Ausbildung muss demnach konstruktivistisch geprägt sein, damit entscheidende Qualitätsmerkmale nicht zweitrangig werden.

Zu ihnen gehört die ständige Orientierung an den Instrumenten von Ethik, Normen, Recht und Regeln. Diese Orientierung wird erkennbar zur Haltung des Journalisten. Sie ist notwendig, um bei den journalistischen Produktionen – verstanden als Angebote zur Wirklichkeitskonstruktion – die Freiheit und Würde der Rezipienten sowie auch derer im Blick zu behalten, über die man berichtet.

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Der Aufsatz entstand im Kontext eines wissenschaftlichen Vortrags am 10. Juni 2011 in München.