Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat drastische Änderungen in der studentischen Ausbildung gefordert. «Wir brauchen einen Perspektivwechsel und mĂŒssen weg von der reinen Wissensvermittlung hin zu einer aktiven Aneignung von Kompetenzen», erklĂ€rte HRK-PrĂ€sidentin Margret Wintermantel am Mittwoch in Berlin. Auf der HRK-Mitgliederversammlung in Jena sei eine Agenda verabschiedet worden, die Strategien fĂŒr eine «Reform der Lehre in den Hochschulen» aufzeige.

Wintermantel erneuerte die Forderung der HRK nach weiteren finanziellen Mitteln zur Verbesserung der Lehre. Bis ins Jahr 2020 wĂŒrden jĂ€hrlich im Schnitt 2,6 Milliarden Euro zusĂ€tzlich benötigt. «Allein bis 2014 werden wir insgesamt 12,7 Milliarden Euro zusĂ€tzlich brauchen», sagte sie.

«Wir stehen in der Mitte der Bologna-Reform. Jetzt mĂŒssen wir am Ball bleiben. Dazu gehört es, dass wir auf eine angemessene Finanzierung bestehen. Die Hochschulen spannen gleichzeitig alle KrĂ€fte an, um die Reform mit ihren richtigen Konzepten fĂŒr eine bessere Lehre zu einem guten Ergebnis zu fĂŒhren», sagte Wintermantel. Unter dem Bologna-Prozess ist die Schaffung eines einheitlichen europĂ€ischen Hochschulraumes bis 2010 zu verstehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umstellung auf Master- und Bachelor-StudiengĂ€nge.

Das Strategiepapier «FĂŒr eine Reform der Lehre in den Hochschulen» umfasst unter anderem die Forderung, Studierende als «selbststĂ€ndige, eigenverantwortliche Lerner anzusprechen». Die Lehrenden mĂŒssten auch unter schwierigen Bedingungen den Dialog mit den Studierenden suchen. Dabei spiele die individuelle Lehrkompetenz der Professoren eine entscheidende Rolle. Andererseits mĂŒssten auch die Studierenden mehr Eigenverantwortung ĂŒbernehmen.

Quelle: PR-INSIDE.COM